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Georges Sand. I.
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G e o r ges Sand

i.

Da die Entwickelung dieser Dichterin interessant genug ist, um sie im Ein- zeluen zu verfolgen, so enthalte ich mich aller einleitender Betrachtnugen. Nur Eius muß ich bemerken, nm falsche Geschichtspunkte zu entfernen. Manche von ihren Kritikern, die unbedingt den Stab über sie brechen, haben von ihren Werken nur die Lelia im Ange, und spüren in ihren übrigen Schriften mit einem solchen Eifer den unsittlichen Vorstellungen und überspannten Ideen nach, daß sie dar­über die audere Seite, die küustlerische Kraft, vollstäudig überseheu. , Audere thuu das Gegentheil: sie ignoriren, um unbedingt bewundern zu können, ab­sichtlich das Gebrochene, Widerspruchvolle, Unklare nnd Unsittliche, das wenig­stens in ihren Problemen fortdauernd wiederkehrt. Um gerecht zn sein, mnß man beide Momente in ihrem innern Znsammenhang aufzufassen suchen.

Von ihrem Leben dente ich, nur diejenigen Züge au, die bei ihren Werken in Betracht kommen. Aurore Dupin ist 1804 im Departement de l'Jndre geboren. Ihr Vater war ein Sohn des Marschalls von Sachsen. Sie erhielt eine streng klösterliche Erziehung, nnd wurde dauu mit eiuem alten Militär ver­mählt, dem Marquis Dudevaut, desseu leerer Geist ihu zum Hanstyrannen machte. Sie verstand es nicht, diese Zustände ins richtige Geleis zn bringen, entzog sich denselben durch die Flucht (1831), uud giug nach Paris, wo sie im Ver-' hältniß mit eiuem juugeu Literaten lebte, Jules Saudeau, desseu Namen zu ihrem Pseydouym Veraulassuug gab. Auch dies unhaltbare Band wurde bald gelöst, nud seit der Zeit lebte sie allem, mit der Erziehung ihrer Kinder, mit Reisen und mit Romanen beschäftigt, die bis zum Jahre 1841 meistens in der Kevue Grenzvoten. Z. I8SI. 41