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Zwei Bücher zum deutschen Schicksal.
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Gregor HuchDer neu« Nationalismus und die Schuldfwage. Wider Fr. W. Foerster. (Dou>tsche Berlagsgesellschafi für Politik und Geschichte, Berlin 1S22.) Eine gründliche Abrechnung, mit den pazifistischen Jrrgängen FoersterS, in die «Ach der Veivfasser derTragödie Deutschlands" grmidlich sich verloren hat. Für Huch ist das Grunderlebnis die Not und Schlickisalsgerneinschaft des deutschen Voltes und nicht das leere WortMenschheit". Von da aus wird das deutsche Volk gesehen und seine Handlungen bestimmt von derVerant­wort u n g f ü r d ie,z e i t l o s e d e n t s ch e 'V o l k s g e m einscha f t". Ein so sittlich geläuterter Nationalismus soll den' Egoismus des Einzelnen überwin­den. Meiser Weg «führt Mlch viel sicherer zu einer gegenseitigen ^Achtung und Dulduug der Völker, als der inhaltleere BegriffMenschheit". Die größte Gefahr für das deutsche Volk sei die, wenn es sich innerlich dem Vertrag von Versailles unterwirft, weil dies schlechthin Selbstmoird bedeutet und eine sitt­liche Schuld sein würde, die das heutige Geschlecht um vielleicht augenblick­licherErleichterungen" willen vor den kommenden Geschlechtern auf sich 'laden würde. Daraus erhebt sich die Forderung eines sittlich und! verantwortlich begründeten Widerstands gegen die Vernichtung, die der Versciiller Vertrag für das deutsche Volk bedeutet. Aus solchem VMautwortungsgefühl müszten alle politischen Handlungen des deutschen Volkes entspringen und es ergibt sich die sehr ernste Frage, wiewett es sich von solcher Einsicht halt Veiten, lassen, und heute leiten läßt. Die pazifistische Einstellung auf dieMenschheit" ist falsch, weil sie nichts Wirkliches hinter sich hat. Sie steht der N o t dies deutschen Volkes verständnislos oder mit einer harten und grausamen Maral gegenüber. Wer aber in die Tragödie Deutschlands eindringen und dein deutscheu Volk helfen will, muß ausgehen von seiner tiefen uud wirklichen Not. Er muß auch cm die Toten denken, die gefallen sind, damit Deutschland 'leben ivcmn.

Weltspiegel.

Dezember ,1922.

In der Nachkriegszeit folgt ein Kongreß aus dein ander», eine Konferenz der Staatsmänner aus den Siege rstaateu aus die andere, und au jede dieser Zn- saminenkünfte knüpft sich die Hoffnung, daß endlich einmal -ein Heilmittel für die Nöte der Welt gesunden werden möcht«. Jedesmal ober wird die Hoffnung enttäuscht, weil bei den HaupMteiligten der feste Wille besteht, cm den, Grund­lagen des bestehenden Zustandes nicht rütteln zu lasse», während doch eben diese Grundlagen die Ursachen der tiefen Schäden sind, unter dencu heute die ganze Welt seufzt. Und doch scheint es jetzt, als,oib am Horizont der schwache Schimmer eines neuen Tageslichts,zu bemerken ist, bestehend in der Wa'hrnehnmug, daß die Einsicht in den wahren Zusammenhang der Dinge und in die Unhaltbarkett der bisherigen Ideen ««nid Pläne der Sieger staaton langsam Rauin gewinnt. Um das näher nachweisen M können,, «missen wir die Entwicklung der letzten Wochen kurz schildern, indem wir an die letzte Darstellung der Ereignisse, die wir >an dieser Stelle am 8. November gaben,, anknüpfen. Inzwischen ist die Oriontkonferenz in Lausanne zusanmieugetreten, und gleichzeitig hat m London die Beratung der Ministerpräsid>enten> von England, Frankreich, Belgien und Italien stattgefunden, die ursprünglich als eine Vorbesprechrmg «md Borbereitung der längst in Brüssel geplanten Konferenz gedacht war, aber