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Wort mit, und es ist deutlich zu erkennen, daß die ganze Orientfrage in ein schwieriges Stadium getreten ist. Die neuesten Forderungen der Türkei haben in Paris und London sehr ernste Stimmungen hervorgerufen. Die Entente ist überdies dem Sultan persönlich verpflichtet; es ist nur folgerichtig, daß Mohammed VI. sich an Bord eines englischen Kriegsschiffes, das im Bosporus ankert, begeben hat, während sein Palast von englischen Truppen geschützt wird. Und noch eine Frage steht im Hintergrunde: der Sultan droht mit dem Versuch, angesichts der Vergewaltigung des KalisatS sich nach Indien zn retten. Die Verwicklungen, die dann in der Türkei und anderen Ländern des Islam bevorstehen, können unabsehbar werden. Die Zukuuft birgt alfo immer noch eine Fülle von Schwierigkeiten in allen Teilen der Welt. W. v. Masso w.
Literarischer Wegweiser.
Deutschland und Dcntschtum.
Als vor dem Kvi«g derjenige deutsche Verlag, der «m sichtbarsten.' „Welt"- fi-rma war, Karl Baedeker, immer neue Bände als Meisterstücke deutscher geistiger Werkleistung hermlZbrochte, da hießen sie.: Kleinasien, Babyliomen, Kanada und ganz zuletzt <1S1ch Indien. China! und' Japan, MchmK«t Aild Tibet hätten nicht uiehr lange «»«f Wädeter lwvrten vrmiche,«. Das Hevei^nwachseu des DeattMums in den Wottvertchr Hat jetzt- England vernichtet. Lakonisch incldet Bädeker heute: „Painstina nnd Syrien vergriffen, zurzeit nur noch in englischer und französischer Sprache." Aber ein -deutscher! Verlag ruht nicht! In aller Still« hat sich Bädeker schon während des Krieges umgestellt, und nun erscheinen in rascher Folge ein neuer Band nach dein andern, freilich schlanker als ldie alten, im. weltbekannten strapazierfähigen PurPurleiuenKeid: eine Sews deutscher Landschaftsgcbiete. And nicht nur die Not hat uns die Tugend gelehrt, unsere früher so extensiven, Reiseneigungen zu. liebevoller Intensität für die Heimat zu Verliesen. Die Not hat nur eine schon vorhandene Strömung befördert. Heimatschutz, Kunstgeschichte, kunstgewerbliche Wiedergeburt und Wandlungen im, Äandschaftsgofühl haben in den letzten 20 Jahre» TemsclOand dem Deutschen neu entdecken helfen, und- da erschienen die früheren Vädeler-Bäude, in denen das Vaterland kursorisch abgehandelt war, nicht nur zu oberflächlich sondern 'auch in ihren Urteilen, namentlich knnstgeschichMch recht veraltet. Die» neuen! Bädeker nun stehen, nicht mehr im- peinlichem Gegensatz zum „Dehio" sondern haben ihn gründlich genutzt, und so ist zu der alten, unübertrefflichen Güte in materiellen Angaben die «ntsprechende Bereicherung der stadtgeschichtlichen Teile getreten. .Auch bor Freund deutscher Landschaft kommt besser auf seine Rechnung 'als früher. Ein anderes Zeichen der Zeit, der Anzeigenanhang, den: sich Bädeker nach dem Vorgang der andern Reise» büchervcrleger, wie auch der Reichspost und .anderer Institute, nicht mehr entziehen konnte, ist zwar weniger erfreulich, insofern man ihn mit in der Tasche tragen muß? die vornehme Unbestechlichkeit des Textes ober hat er, nach Stichproben zu urteilen, nicht gemindert. Um einige Beispiele aus der neuen BädÄer-Reihe herauszugreifen, wählen! wir „Hessen-Nassau", „Westfalen", ..Hannover", „Ostseeküste". Gediegene Monographien, welche z. B. her Westfalen geradezu der touristischen Erschließung Bahn brechen können. Früher tauften wir Linienschiffe auf den Namen der Provinzen . . . aber in gewissem Sinne .stolz dürfen diese auch! gns die neuen Bändchen mit den guten Karten