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Das elsaß-lothringische Problem.
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Während des Weltkrieges regten- zuerst die Österreicher eine Preisgabe Elsaß-lLothringens an, um zum Frieden zu kommen. Deutschland sollte die Zeche für seinen Bundesgeiwssen bezahlen, der im Zwei- und Dreibnndvertrag keine Garantie für Elsaß-Lothringen übernommen hatte. Noch mn Mai 1917 wies die O. H. L. diese Gedanken schroff zurück, und im Reichstage schleuderte Knhlmanu diesem 'Verlangen seinNiemals" entgegen (September 1917). Doch schon in den Verhandlungen mit dem Mnntius Paeelli hatte der damalige Reichskanzler Bethmann-Hollweg erklärt, an der elsaß-lothringischen Frage solle der Frieden nicht scheitern, eine Tatsache, die nicht übersehen werden durfte. Das; die päpstlichen, Diplomaten damals eine Neutralisierung Elsaß- Lothringens im Auige hatten, war bisher milcht bekannt. Die FriedeuSnote Bencdikts XV. vom 2. August 1917 und ihr Kommentar im offiziös«« Glatt des Vatikans, demOsservatore Romano", enthält davon nichts.

Der deutscheu Einheit Schicksalsland" allerdings in anderm Sinne als Wentzcke es »nein» ist Elsosz-Lothringeu stets geivesen. Ein fmnzösiisches Slraßburg ist eine stete Bedrohung Süddentschlands und damit eines ge­schlosseneu deutschen Reiches. Der Oberrhein als Grenze Frankreichs bedeutet die Ausschaltung Deutschlands und die französische Vorherrschaft auf dem Fest­lande, die man jenseits der Wogesen! als altes Hausgnt zu betrachten pflegt. Das Wort des französischen Kriegsministers Barthou zum deutschen Botschafter von Schoen im Sommer 1914:Geben Sie uns Elsaß-Lothringen wieder, und Nur sind die besten Freunde der Welt" ist eine ebensolche Lockspeise für un­politische Köpfe gewesen, wiedas europäische Gleichgewicht", dieWelt­gerechtigkeit" umd andere schöne Programmpunkte, für die die Entente in den Krieg gezogen ist.Recht ohne Macht ist ohnmächtig, und die Macht ist die Königin der Welt", hat der Franzose Pascal vor nahezu 300 Jahren einmal gesagt, und dieser Satz gehört zum eisernen Bestand des politischen Katechismus der Franzosen, damals wie heute. Elsaß-Lothringen ist ein treffliches Bei­spiel dafür.

Juden in Deutschland.

Von Fritz Kern.

1. '

Die Aecht»mg des Juden Dreyfuß durch die französische Gesellschaft hat 1394 den Begründer des Zionismus, Herzl, ans den Plan gerufen und die Bewegung des jüdisch-nationalen Chauvinismus entfesselt. Wenn Anerkennung im Wölkerleben ebenso autonmtisch entstünde wie Abneigung, so müßte sich in der ganzen deutschen Judenschaft eine wirkliche Hingebung cm den deutschen Staat entwickeln, seit als sichtÄcirste Krönung völliger Gleichstellung die Leiter des Staates und die Volksvertretung dem Jnden Nathenciu,, der im Dienst des Staates verantwortnngBlosen Fanatikern zum Opfer fiel, Ehren erwiesen, die in der Geschichte nicht nur der zahlreichen Ministermorde, sondern auch soweit mir bekannt ist, im Zeremoniell der Staatsfeier>lichkeiten fast ohne Beispiel dastehen.

Es ist kaum zu hoffen, daß restlose Hingabe an deutsche Belange sobald zum herrschenden Gefühl in den deutschen Juden werde. Wie die bekannten Vorgänge vor und namentlich nach dein Novemberumfturz eine auti-