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Ein offenkundiger Gegensatz zwischen dem Anspruch der Entente, die Rolle der Vorsehuna in Europa zu spielen, und ihrem wirklichen Ver- mögen, die Ereignisse einigermaßen diesem Ziel entsprechend Zu lenken, ist auch in der dnrcl) den türkisch-griechischen ^ Lage im Orient zu erkennen. Frankreich begünstigte die Bestrebungen der Negiernng von Angora, um sich seine alte hiltorische Stellung im Orient zu bewahren: es wollte zugleich ein Druckmittel in der Hand haben, um seinen britischen Verbündeten sich in der Reparationsfrage und andern europäischen Angelegenheiten gefügig zu erhalten. England glaubte durch Ermutigung Griechen lands zur Festhaltung, seiner Ä«le Frankreich em gewisses Gegenaewickt entaegenstellen zu können. Es hat sich ledoch verknet, da KVnland als.ob es wirkliche Unterstützung ei> halten werde, die Türkei aber sich nicht einschüchtern ließ. Die E"M der Waffen hat England einen ungeheuren Presttgeverlust göbrach^^ Frankreich hat politisch nicht glücklich operiert, .Das schnelle ^ und sichere Vorgehen der Türken veranlaßte , mn Akutwerden der Or sut- Krisis, die in diesem Augenblicke sicherlich nicht den P^nen Frankre ch. entsprach. Nun stehen wir im nahen Orient vor einer Lage d e für Großmächte im Hinblick auf die gesamte europäische P°lFk Zchst Peniwh 'st- Die Lösunq ist noch nicht zu über ehen? die hohe Polwk wird e^ heute von Leuten gemacht, denen selbst der sichere Blick und d^mibeirrbcne Voraussicht fehlen. W. v. Massow.
Literarischer Wegweiser.
Bildende Kunst. Unverkennbar liegt in dem künstlerischen Empfinden unserer Tage cm Hang zum Ungleichgewicht, zum Ausdruck des Unbefriedigten Strebenden wobei das Nnharmon sche. selbst Häßliche nicht gemieden vor allein aber eelist^s Wühlen, Sehnen und Drängen aufgesucht wird. Eine solche Peitstromung muß dem Gleichgewichtscmpfinden aller klassischen Kunst ebenso ftenid gegenüberstehen, wie der kühlen, klaren Naturwiedergabe des Realismus Sie mutz das Primitive, das Ekstatische, das seelisch Ringende und unvollendet aufsuchen, in der eigen n Kunstübung und auch in dem kuAstge chichtliche, Em^ fühlen und Stöbern und Wieder-Entdecken. Es ist erstaunlich wie^ diesem Jahr wieder im Deuten und Reproduzieren a»erer Kunst ^ . worden ist. Wir geben im Nachfolgenden eine kleine Auswahl des Empfel^ wertesten in erschwinglicher Preislage, wobei sich der eingangs betonte gemem- same Grundzug des zeitgenössischen Kunstempfindens m emem starken Ueb -- wiegen primitiver, asiatischer und insbesondere gotischer Eindrucke widerspiegelt.^)
^ ') In der Bücherschan der „Grenzboten" ist stets Wert auf möglichst g^ue Angc.be der Ladenpreise gelegt worden. Die sich überschlagende Wahrung.- katastrophe macht aber zurzeit zuverlässige Angaben unmöglich.. Es mutz «yer an den Buchhändler verwiesen werden. Wie bisher schon, p s^-nen auw diesmal die Teuerungspreise der Bücher hinter denen der meisten Mingen Gegenstände zurückzubleiben.