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„Falls der in den französischen Staatsverband auszunehmende Elsaß- Lothringer sich unwürdig geigt, wird es dem Präfekten oder Regierungskommissar seines Wohnsitzes anheimgestellt, einen Rechtsspruch zu verlangen, durch welchen dem Betreffenden auf Grund ei n es Erlasses die Vorteile des Artikels 1 (RöintüKr».tioii cls vlein äroit) abgesprochen werden kann."
o'est inoi!" Es ist VerstiegenheitSPolitik, die diese Herren treiben. Nun berichten die elsässischen Blätter, daß auf dem Delegiertentag der „Republikauisch-nationolcn Bolkspartei" vom 11. Juni Herr Pfleger seine Domission als Parteivorsitzender eingereicht habe. Die radikale „Rvpnbliaue" vermutet, daß die innere Spaltung der Partei und der Umstand, daß znviele Jnterna der Öffentlichkeit bekannt geworden seien, den Schritt des Partei- Präsidenten bestimmt hätten. Richtig ma>g> daran soviel sein, daß Herr Pfleger allerdings den gegenwärtigen Partciapparat nicht mehr für das geeignete Werkzeug zur Durchsetzung und Befriedigung seiner persönlichen Wünsche und Ambitionen hält. Die Nalionolistensccle in ihm sühlt sich, auch jetzt noch, vereinsamt. Es ist anzunehmen, daß man sich bei ihm, wie bei allen Nationalisten, auf Extratouren gefaßt machen kann.
Es ist ein Unterschied zwischen den Nationalisten vor und nach dem Krieg insofern vorhanden, als jene ein realpolitisches Ziel von erheblicher Bedeutung vor Augen hatten, das des Schweißes jener Edlen wert sein mochte. Die heutigen Nationalisten s. Ia Pfleger und Frey haben n u r Persönliche Interessen. Dort winkte die Ministertoga, bevor man Nationalist wurde. Hier mag sie winken, nachdem man eine Zeitlang die Fahne der Unentwegten hinausgehängt Hot.
Weltspiegel.
23. August.
Bis zum letzten Augenblick bestand auf der Londoner Konferenz, die am 14. d. M. mit dem Abbruch der Besprechungen endete, noch die Hoffnung, daß sich ein Weg zur Einigung finden werde. Wer diesmal gab es keine Brücke zwischen den klaffenden Gegensätzen, — ein Zeichen, wie ernst die Lage geworden war. Die Gegensätze selbst bestanden ja schon längst, aber sie hatten einen intimeren Charakter und waren Sache der leitenden Staatsmänner selbst. Ihre Zusammenkünfte hatten, wie ein witziger Kopf bemerkt hat, etwas von dem Charakter einer PoLerpartie an sich, wobei bekanntlich derjenige am weitesten kommt, der am besten zu „bluffen" versteht. Nun aber waren die Streitfragen, über die die Staatsmänner und Diplomaten gern hinter verschlossenen Türen verhandelt hätten, in einen weiteren Kreis gedrungen. Die öffentliche Meinung hatte sich dieser Fragen bemächtigt; sie war ein Richter, den sowohl Poincarv als Llohd George zu fürchten hatten und vor dem sie sich in Willfährigkeit beugten. Deshalb durfte keiner von ihnen die Schwelle überschreiten, die zur Verständigung führte, und man gab das Spiel auf, obgleich der belgische und der i talienische Vertreter, Theunis und Schanzer, sich angestrengt bemühten, eine Vermittlung herzustellen. Hierbei war Schanzer, der der englischen Auffassung zuneigte, bestrebt, vor allem Poincark von seiner überfchrosfen Haltung abzubringen,