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in den früheren Schriften — der Zarathustra steht seiner dichterischen Einkleidung wegen ganz für sich — und nicht zuletzt in den zunächst nur für den Berfafser seihst belstiiinmtien kurzen Auszei>chnmMN und größeren Ausarbeitungen. Die Entwicklungslinien der einzelnen Schaffenstendenzen und Proble-mstellnngen von ihrem ersten Auftauchen an, über ihre prüfende Betrachtung von den verschiedensten Seiten her, bis zu der ganz bestimmten und klar formulierten Stellungnahme des feiner selbst sicher gewordenen Genies zu verfolgen, wird durch die in der neuen Ausgabe eingehaltene zeitliche Einordnung und ihre Reichhaltigkeit außerordentlich erleichtert. Die jedem Band beigegebenen ausführlichen N a ch berichte, die alles biographisch Wichtige über die Entstehung der Werke, sowie das Wesentliche über ihre Bedeutung im Gesamtschaffen Nietzsches und ihre zeitigemösfische Wirkung enthalten, ziehen das so wichtige und aufschlußreiche, noch viel zu wenig ibeachtete Briefmaterial im weitesten Umfang heran.
„Alles war Eins und wollte Eins" in Nietzsches Werk (wie er es selbst einmal in einem Brief an Peter Gast <mS der letzten Schaffenszeit ausspricht), von der Stunde, da der Genius die Schwingen zu «gen begann, bis zu dem unvermittelten Sturz aus kaum vorstellbarer Höhe und Vereinsamung. Zeitweise treten bestimmte Seiten seiner vielfältigen Natur in besonders scharfer Prägung hervor; es hat „Gesamt-Abirrungen des Instinktes" gegeben auf seinem Wege, mit einzelnen „Fehlgriffen", wie er es in „üee.v noino" mit Bezug auf seine Philologen-Existenz und Wagner beschreibt/aber niemals eine Umkehr. Die Entwicklungslinie seines Schaffens zeigt Schwankungen und Ausbuchtungen, aber nirgends einen Bruch. —
Ueber das Gesamtwerk verteilt und oft eingestreut in das Allgemeine stehen zahlreiche Zeugnisse Nietzsches über sich selbst. Von frühester Jugend an hatte er sich daran gewöhnt, von Zeit zu Zeit halt zu machen in um- und rückschauenden Selbstbetrachtungen und Selbstbeschreibuugen. Sie werden — vermehrt durch bisher nicht veröffentlichte Zeugnisse und eine Reihe Briefstellen — in einem besonderen Bande der neue» Ausgabe vereinigt werden. Besonders in späterer Zeit sich über den Zufallscharakter persönlicher Besonderheiten weit erhebend, lassen diese typischen Erlebnisse des schaffenden Menschen, diese Zeugnisse des sich seiner selbst bewußt werdenden Schöpfergeistes Blicke von einer bis dahin beispiellosen Tiefe in die Werkstatt des Genius tun. Mit den Beschreibungen „Wie man wird, was man ist" rundet Nietzsche sein Werk zur völlig geschlossenen Einheit.
Die seelischen Untergründe modernster Kunst.
Betrachtungen zu Abwehr und Verständigung. Von Hans Schliepmann.
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In der bereits geschilderten Stimmung der Zeit, der sich ja noch kein neues großes Ideal entrungen hat,, die ans jedem Gebiete, nur herumtastet oder fortwurstelt, steigert sich nun Weltabgewandtheit bei den