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frcmzösischer Gunst töricht ist. Frankreich wird nicht aus gutem Willen auf eine der wesentlichen Voraussetzungen semer Macht, d. i. die Schwäche Deutschlands, verzichten. Gegen Frankreich, mit England und Amerika müssen wir uns emporarbeiten. Im Osten liegen unsere großen Ausgaben. Nationale Einigung, Zusammengehen mit Rußland und später Japan, das die Rückendeckung braucht, sind die Forderungen der Zeit. Die Entente wankt dem Grabe zu. Mögen wir bald eine außenpolitische Leitung haben, die, wie erstmalig in Rapallo, den richtigen Kurs steuert, weil sie die Zeichen der Zeit erkennt.
Die seelischen Untergründe modernster Kunst.
Betrachtungen zu Abwehr und Verständigung. Von Hans Schl >iepmann.
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Die Atmosphäre des Hasses, schon vor dem Kriege durch sich verstärkende soziale Gegensätze und die fiebernden Theorien zu deren Beseitigung geschaffen, vergiftet heut die Welt mehr als in den Zeiten der Christenverfolgungen, der Judenbrennen, der Bauernkriege und des pariser Konvents. Die Unbesiegbarkeit der allgemeinen Not schuf einen ebenso allgemeinen Erregungszustand, der alle Gedanken über das Ziel ohne jede Selbstkritik hinausschießen läßt und in der Unbelehrbarkeit der Anderen mit wachsendem Ingrimm die Ursache aller Versumpfung unserer Zustände sieht.
Es war von jeher so, daß die selber Unbelehrbarsten, die Fanatiker und Extremisten, mit wildestem Geifer gegen die Andersgläubigen als die Unbelehrbaren losfuhren; sie haben sich immer das Denken sehr leicht gemacht, indem sie ihrem Hirn keinen weiteren Spielraum erlaubten als einem Eichhörnchen in seiner Springtrommel und glaubten, durch wilderes Jagen in dieser Trommel zu höheren Zielen zu gelangen, während sie doch nur einen und denselben Gedanken ganz blind gegen alle Außenwelt abhetzten.
Es scheint mir uun unverkennbar, daß die Vorbedingungen für solche draufgängerische Einseitigkeiten jetzt in höherem Maße gegeben sind als früher. Einmal in der erwähnten Gereiztheit, die alle Willensantriebe „unter Druck stellt" und darum höher spannt, das andere mal im letzten, weitesten Aufstieg des Individualismus. Wohl wächst vielerorts schon wieder das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit der Menschen zu einem Gemeinschaftswillen, zur Voltheit; aber es bleibt mehr verstandesmäßige Erkenntnis einer Notwendigkeit, als daß es die Seelen zum Ausgeben eines Teiles des Eigenwillens bereitgemacht hätte; gerade in den auf Massenziele und -bewegungen gerichteten Kreisen treibt der brennendste Egoismus heute uoch seine Blüten.
Die mit den Enchclopädisten einsetzende Befreiung des Ichs ist eben längst über die Gleichgewichtstellung hinweggependelt: ein der großen lehrenden Natur und der Natürlichkeit entfremdetes „Stadtdenken" schlug immer weiter bis zur Jchvergottung aus, da es unter Seinesgleichen