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Menschen leben, Wohl auch stets daneben in die Erscheinung treten. Aber höchste, letzte Kunst wird es niemals sein. Wer das nicht fühlt, wird es freilich nie verstehen und empfinden können.
Die deutschen Schulen in der Welt.
5 Ein Gruß zur Kulmbacher Tagung
Von Fritz Heinz R e i m e s ch.
Man sollte annehmen, daß es jedem, nur halbwegs mit gesundem Menschenverstände begabten Reichsdeutschen einleuchtet, daß das beste Mittel zur Erhaltung deutscher Art in bedrohtem Volkstumgebiet die Stärkung der deutschen Schule ist. Leider sind solche Selbstverständlichkeiten in Deutschland noch wenig be- bannt. Die Untersuchung des Warum würde uns zu weit ab vom Thema führen und so muß ich mich mit der Feststellung dieser Tatsache begnügen. Daß sie aber vorhanden ist, daß sie nicht nur Nörgelei ist, zeigt uns die Arbeit des „Vereins für das Deutschtum im Auslande (Allgemeiner deutscher Schulderem) E. V." Berlin, der in dieser Woche seine 41. Hauipttagung in Kulmbach abhält und dessen Geschichte ein einziges Ringen mit der Interesselosigkeit der breiten Masse des deutschen Volkes vom Minister hinunter bis zum letzten Arbeiter in Sachen des Auslanddeutschtums darstellt. Ich will versuchen, ein Bild über das deutsche Schulwesen außerhalb Deutschlands und Deutschösterreichs zu entwerfen.
In allen Gebieten, in denen das Deutschtum eine Minderheit ist, herrscht erbitterter Kampf um die deutsche Schule, vie die Keimzelle deutschen geistigen Lebens und somit deutschen Lebens überhaupt ist. Die deutschen Grenzgebiete, die durch den Versailler- und St. Germainer-Vertrag aus deutscher Verwaltung herausgerissen wurden, stehen augenblicklich Wohl im schärfsten Abwehrkampf gegen die Unterdrückungsmethoden der slawischen und romanischen Sieger. Erst vor wenigen Wochen wurde von einem deutschen Abgeordneten im Prager Parlament in die ganze Welt hinein die ungeheure Frereltat der tschechischen Gewalthaber geschrien, die den 3,8 Millionen 'Deutschen, die gezwungen der Tschechei angehören, in kurzen 3 Jahren mehr als Schulklassen unter
nichtigen Vorwändcn geraubt haben. Genau so Versahren mit ihren deutschen Untertanen die Polen in Posen, Westpreußen und dem neuen „Polmsch"- Oberschlesien, die Franzosen im Elsaß, die Italiener in Südtirol, die Südslawen in Slowenien. All diese Sieger, die mit zynischer Gebärde die Welt mit ihren Phrasen über Kultur und Zivilisation beglücken, handeln noch einem äußerst raffiniert ausgeklügelten Prinzip und man muß feststellen,, daß sie in der Verfolgung der deutschen Schulen mit einer Energie vorgehen, die einer besseren Arbeit wert wäre. Diese Millionen Grenzdeutscher müssen ihre kulturelle Ueberlegenheit verlieren, denn dann erst kann es unseren Feinden gelingen, 'ie in ihrem VolkStum zu unterwühlen. Der Staat, aber auch private Organisationen arbeiten an dieser Unterminierung des deutschen Volkes nnd es ist erstaunlich, wie große Mittel zu diesen Zwecken aufgewendet werden. Die Tschechen sind die Lehrmeister! Nnr ein kleines Beispiel dafür, wie gearbeitet wird. Die großen Brauereien in Pilsen, deren Biere auch in Deutsch-