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Um Bismarck : zwanzig Briefe aus dem Weimarer Staatsarchiv : I. Die Entlassung.
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zu ordnen und in ein Aktenstück zu bringen, welches dcinn in dem geheimen schrank als wertvolles geschichtliches Dokument aufbewahrt werden möchte. In gewohnrer Ehrfurcht verharrend Ew, Königliche Hoheit untertänigster

von Groß.

Berlin. 31. März 1890.

(Fortsetzung folgt.)

Zur Kritik Oswald Spenglers.

Von

Willy Pastor.

Der erste Band von SpenglersUntergang des Abendlandes" er­schien im Jahre des Zufammenbruchs. Wie eine unmittelbare Anrede wrrkte damals der drohende Titel. Man war auf eine steil abschüssige Bahn geraten, auf der kein Halt mehr möglich schien. Die Schreckensfrage Was nun?" quälte alle Gemüter, und hier nun wurde ihnen ein Werk geboten, das cmhub mit dem Satz:In diesem Buche wird zum ersten Male der Versuch gemacht, Geschichte vorauszubestimmen." , Kühlere Köpfe freilich wurden gerade über das Prophetische, das schon rm Titel steckte, eher stutzig. Es war m den letzten Jahren gar zu viel geweis­sagt worden, und je zuversichtlicher der Ton gewesen war, um so weniger war eingetroffen. An Zuversicht fehlte es dem neuesten Propheten ganz sicher Ntcht. Der Schlußsatz feines, bereits 1917 geschriebenen, Vorwortes lautete:Ich habe nur den Wunsch beizufügen, daß dies Buch neben den militärischen Leistungen Deutschlands nicht ganz unwürdig dastehen möge." Noch bedenklicher wurde man, als in der Einleitung das bekannte Spiel mit geschichtlichen Vergleichen, zu einerTechnik" erweitert, als Allheilmittel gepriesen wurde und das alte Römertum wieder eimnal unsere eigene Gegenwart und Zukunft erschließen sollte. Werter las man da beim ersten Durchblättern vom Gleichlauf der Künste in verschiedenen Kulturen. Auch das war Längst- vernommeues. Daß es in der Antike ein dem späteren entsprechendes Barock gegeben habe, hatte schon der alte Brunn gelehrt, und Wölfflin hatte ein für alle in sich geschlossenen Kunstzeiten gültiges Dreistufensystem aufgestellt, das ganz dem Spenglerschen entsprach; nur die Benennungen lauteten anders. Wo aber blieb dann das Einziggeartete, das dem Spenglerschen Buche nachgerühmt wurde?

Doch es ist eine alte Erkenntnis, daß ein ursprünglicher Kopf auch aus widerlegten Voraussetzungen etwas Eigenes folgern kann. Es klingt widersinnig, ist aber doch so, daß selbst auf den verbrauchtesten Philo- sophemen sich eine brauchbare Philosophie aufbauen kann. Spengler ist Wieder Beweis dafür. Nach den ersten Seiten seines dicken Bandes hatte Man das Vorurteil, daß hier ein Halbunterrichteter mit der Redseligkeit eben dieser Gattung etwas nur für ihn Neues breittreten möchte. Dann aber las man weiter, und von Kapitel zu Kapitel fand man Gedanken ent­wickelt von einer Kraft der Anregung, deren nur ein wirklich philo­sophischer Kopf fähig ist. Das Buch fand einen stärksten Erfolg. Man