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Haltefest und die Eilebeute aus dem Alten Testament hervor, indem er Jes. 8 und 2. Sam. 23 zusammenfaßte.
Wir würden alle diese und die vielen andern biblischen Stellen in Goethes Vers- und Prosasprache, mögen sie sich an bestimmte Bibelstellen anknüpfen oder nur allgemein biblisches Gepräge haben, ungern vermissen, weil sie dazu beitragen, uns Goethes Sprache als deutsch, heimatlich und traulich empfinden zu lassen, so wie sie auch auf seine ersten Leser wirkten.
(Fortsetzung folgt.)
Im Steinbrecherdorf.
Kulturbilder aus dem Arbeiterleben. Von Hans Schoenfeld.
Wo die waldigen Ufer der vereinigten Mulden von idyllischer Hügelform unmerklich zur Leipziger Ebene abflachen, liegt das Steinbrecherdorf. Vor tausend und mehr Jahren opferte man in diesen Hainen, auf diesen Höhen, «Zie weithin sichtbar wie breite Zuckerhüte ins Land lugen, dem Bilbog und Tschornebog. Die Opferstätten sind längst verschwunden; aber der Götter Sagen quillt aus dem felsigen Untergrund: Jener schöne bläuliche Stein, der seit Jahrzehnten weit ins Land hinausgeht und so mancher deutschen Stadt ihr gutes Pflaster, so manchem Riesendenkmal seine Quadern geliefert hat.
In die unerschöpflichen Schätze des Felses sprengen und beißen sich die Stemgraber hinein, die es zu recht stattlichen Betrieben gebracht haben. Heute stellen sie eine gewichtige Industrie dar, die mit ihren Umsätzen einen guten Posten in der Faktura deutscher Volkswirtschaft darstellen und Zehntausenden Auskommen gewähren. Der Staat sieht sie gern: Sie benötigen keine teuren Auslands-Rohstoffe, sondern verarbeiten eigenes UrProdukt, das Auslandsdevisen schafft.
Wie Jahr um Jahr fand ich mich auch Heuer in dem alten Neste ein, das seinen dörflichen Charakter kräftig wahrt und nur in den hohen Lade-Rampen, den Kipploren und geschichteten Steinmassen, die auf schmalen Geleisen von den Höhen rechts und links gerollt kommen, den industriellen Einschlag ahnen läßt, der in des Dorfes Steuersumme den Hauptbetrag sicherstellt.
Und wenn man von fernher auf sachte fallendem Wege dem Dorf im Grunde zuschreitet (wie weiland Göschens Korrektor und Autor Johann Gottfried Seume oftmals am Wochenschluß), so könnte man glauben, es gäbe nichts Friedlicheres als dieses sächsische Dorf mit seinem schönen alten Gotteshaus, den mächtigen Eichen des Rittergutsparkes, den stattlichen Gasthöfen und der peinlichen Sauberkeit auf Gassen und Höfen.
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Im vorigen Jahre türmten sich die Läger. Der Bruchherr machte ein sorgenvolles Gesicht. Dreihundert Arbeiter und jede Woche über zwanziglausend Mark Lohngelder zu zahlen, die die Frau des Arbeitgebers in ihrem Einspänner von der Bank in der Kreisstadt holt. . . .
Ich spreche gern mit den Leuten. Es ist meist alter Stamm, der seit Zwei Jahrzehnten und länger in den Brüchen arbeitet und sich bis ins kleinste auskennt. Vater, Mutter und Sohn arbeiten in Dutzenden von Familien.