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hatte, hat jetzt seine eigene Verfassung entworfen, die von der englischen Regierung genehmigt worden ist. Damit tritt Irland in dasselbe Verhältnis zu England, wie zum Beispiel Kanada. Die Regierung und das Heer müssen dem englischen König Treueid leisten, im übrige» "aber kaun die irische Regierung, die nach dem Ergebnis der jetzt stattfindenden Wahlen gebildet wird, ihre Finanzen und ihre Wirtschaft selbst ordnen.
H. Bünnig.
Bücherschau.
Geschichte.
Dr. Wilhelm Bauer, Eins ü hrungin das Studium der Geschichte.
Tübingen 1921, I. C. B. Mohr (Paul Siebeck), geh. 96 M,, geb. 114 M.
Als Leser und Verarbeiter des Buches ist in erster Linie der Student gedacht, der freilich infolge der Verarmung und Verengung unsvves nationalen Betütigm,gsva>umes sich in der augenblicklichen Zeit seltener dein Geschichtsstudium widmet, während dieses gerade viel mehr gepflegt werden sollte als früher. Dem Wiener Historiker eignet Beweglichkeit und Vielseitigkeit, ein großes Geschick im Anordnen weiter Stoffgruppen. Das Technische, Handwerksmäßige herrscht nicht allein in diesen, Buch. Es beschränkt sich auch nicht auf die Dinge, welche zum herkömmlichen akademischen Betrieb des Geschichtsfaches gehören, zieht vielmehr die historischen Belange aller anderen Wissenschaften, wie auch die Geschichtsphilosophie herein. Sein Absehen ist überall ein praktisches; es Zeichnet die Aufgaben, Methoden und Hilfsmittel geschichtlichen Denkens, Forschcns und Schilderns auf. Und es ist ein praktisches Buch für den Anfänger wie für dien Forscher, so daß es Aussicht hat, sich neben dein bisher alleinherrschenden Bernheimschen Lehrbuch der historischen Methode zu verbreiten.
Alfred Feder, S. I., Lehrbuch der historischen Methodik, zweite Auflage. Regensburg 1921, Josef Kösel u. Friedrich Pustet Komm.-Ges., geh. 24 M., geb. 39 M.
Ungefähr gleichzeitig mit W. Bauer, und unabhängig von ihm veröffentlicht der Valkenbnrger Jesuit Feder eine Historik, die im wesentlichen die Grundsätze der Quellenkritik behandelt. Der Anfänger im Geschichtsstudium findet auch hier gediegene Anweisung, obwohl man sich hüten sollte, solche methodischen Sammlungen von Gesichtspunkten zu überschätzen. Die Uebung an praktischen Beispielen im historischen Seminar wird stets die beste Schulung bleiben, und es wäre kein gutes Zeichen, wenn jetzt die Lehrbücher der geschichtlichen Methode im selben Maße zunehmen, wie die kritische Schärfe des akademischen Sennnarbetriebs schon infolge der mangelhaften Vorbildung der Studenten tatsächlich nachläßt. Mit Bernheim, Bauer und Feder ist der Student nun fürs erste reichlich genng ausgestattet, und jedenfalls dürfte, was Reichhaltigkeit des Gebotenen betrifft, Bauer den Vorzng verdienen.
R. Tournes, L'Histoire militaire, Paris, Charles-Lavanzelle, 1922. .
Der französische Generalstäbler (Dr. Phil.) bietet bei seiner Kritik und Verteidigung der Kriegsgeschichte dem deutschen Leser insbesondere eine Ver- gleichnng der Leistungen hüben und drüben und manches, was auf praktische
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