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Das erste Gespräch des Prinzen Wilhelm über ein Ende der Kanzlerschaft Bismarcks.
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Steuer zu ergreifen; dann läge klar am Tage: Prinz Wilhelm wollte Bismarck beseitigen, um allein zu entscheiden. So deutet sie Herr v. Scholz; er schreibt.-Die Zeit hat das doch Wohl als richtig erwiesen, was ich gefürchtet habe seit jenem Tage, seit jenem Gespräch! Es war mir auch nicht zweifelhaft, das; der Prinz in dieser Richtung bereits unselig beein­flußt war; von wem? Auch das erschien mir nicht sehr zweifelhaft- nur ganz gewiß nicht von seinem Großvater! Der war und blieb bis zum Tode ein treuer deutscher Herr seines treuen deutschen Dieners! Wie sie auch manchmal miteinander kämpfen mußten um entgegengesetzte Meinungen nie aus Ehrgeiz!" Exzellenz v. Scholz spielt'hier'wahr­scheinlich auf den unheilvollen Einfluß des Grafen Waldersee auf den Prinzen an; es ist nicht ausgeschlossen, daß Waldersee ihn schon vor dem Dezember 1S87 gegen den Kanzler aufgehetzt und zu ihm gesagt hat, mit einem Bismarck an der Seite wäre Friedrich der Große niemals Friedrich der Große geworden,das Persönliche hat", wie Gehcimrat Marcks es einmal ausdrückte,möglicherweise überhaupt den Ausgcmgs- puukt, sicher den Endpunkt der Krise gebildet". aber den Beweis, daß Prinz Wilhelm den Schöpfer des Deutschen Reiches nnr aus Persönlichem Ehrgeiz beseitigen wollte, hat Exzellenz v. Scholz noch nicht erbringen können, denn die peinlichen Aeußerungen wurden in einer Zeit getan, als Prinz Wilhelm neben Oesterreich auch das Deutsche Reich durch die russischen Rüstungen aufs schwerste gefährdet glaubte. Daß ein zwingen­der Beweis einmal erbracht werden wird, liegt m. E. nicht außer dem Bereich der Möglichkeit; von der im Herbst zu erwartenden Publikation des Nachlasses des Grafen Waldersee werden wir ihn freilich Wohl kaum erhoffen dürfen.

E. T. A. Hoffmann als Kammergerichtsrat. ^

Zum 100. Todestage.

Von Dr. A. Petzold.

Ernst Theodor Wilhelm (Amcideus) Hoffmann wurde am 24. Januar 1776 in Königsberg geboren. Aus einer Juristenfamilie stammend, studierte er dort seit 1792 die Rechte und wurde im Jahre 1795 Aus- kultator. Im folgenden Jahre, nach dem Tode seiner Mutter, ging er nach Glogau zu seinem Onkel Dörffer. Als dieser 1798 als Obertribunalsrat nach Berlin versetzt wurde, folgte er ihm. Im Juni 1798 trat er als Kammergerichtsrcferendar in den Vorbereitungsdienst. Durch seinen Jugendfreund, den später durch den AufrufAn Mein Volk" bekannt ge­wordenen Theodor v. Hippcl wurde er dem damaligen Chefpräsidenten Frhrn. v. Schleinitz. dem Onkel v. Hippels, bestens empfohlen. Für die geistvollen Präsidenten Schleinitz und Kirchusen zeigte er begeistertes Ver-

») Unter Benutzung von Holtze, Geschichte des Kammergerichts, und Akten des Geh. Staatsarchivs in Berlin, insbesondere Rep. 77, XVII Gen. Bd. I und II.