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genommen hat, läßt in ihren einzelnen Erscheinungen mitunter doch schon die Andeutung durchblicken, als ob man die wirtschaftlich verhängnisvollen Folgen eines nationalistischen Fanatismus in der polnischen Politik stärker zu fühlen beginnt.
Unsere eigne Lage sieht freilich trostlos genug aus. Die letzte Woche hat das vorläufige Scheitern der Bemühungen um die Reparationsanleihe gebracht, und so hängt der politische Himmel wieder voll schwerer Wolken. Dennoch sehlt es nicht an Lichtblicken, die einem ungetrübten Auge die Hoffnung geben, daß auch hier das Maß erreicht ist. Die Bäume wachse» nun einmal nicht in den Himmel. W. v. Mass o w.
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Bücherschau.
Neue Schweizer Dichtung.
Wenn man den Anteil überblickt, den das schweizerische Schrifttum an der gesamtdeutschen Literatur hat, s,o liegt es nahe, zunächst etwa an I. H. Peftalozzi, Gottfried Keller und C. F. Meher, weiterhin etwa an Karl Spitteler und Joseph Victor Widmann zu denken. Um sie gruppieren sich d«nn in zweiter Reihe die etwas jüngeren Zeitgenossen wie Federer, Stegemann, A. Frey, Jegerlehner, Huggenberger, Jakob Schaffner, Zahn u. a., die teils Schweizer der Geburt nach sind oder aber mit Vorliebe ihre Stoffe ans der schweizerischen Umwelt geholt haben. Die deutschen Literaturfreunde haben sich im wesentlichen um diese deutschschweizerische Literatur gekümmert, da man in ihr mit Recht nach Gottfried Kellers bekanntem Ausspruch eine geistige Provinz des an keine politischen Grenzen gebundenen Deutschtums erblickt. Nun stellt aber bekanntermaßen die Schweiz als politisches Gebilde ein Haus dar, in welchem drei Familien verschiedenen Geblüts unter einem Tpch zu wohnen gezwungen sind. Daß dies nichk immer friedlich und schiedlich geschieht, weiß man, aber verglichen mit dem, was in anderen Ländern Sühne desselben Bluts und derselben Sprache an Zank und Streit gegeneinander ausbringen, ist das Verhältnis immer noch erträglich. Und so ist es bezeichnend, daß es gerade neuerdings aus schweizerischem Boden Verlagsunternehmungen gibt, die es sich angelegen sein lassen, den deutschsprechen- den Schweizern und Nichtschweizern auch diejenigen Werke wenigstens in Auswahl zu vermitteln, die auf dem Boden der welschen Schweiz entstanden sind. Es kann nicht überraschen, daß gerade in solchen Berlagshänsern auch kosmopolitische und pazifistische Grundgedanken ihre Heimstatt finden. Dem Andersgesinnten wird es unbenommen bleiben, demgegenüber mit der eigenen Meinung nicht zurückzuhalten. Anderseits aber wird der unparteiische Beobachter geistiger Entwickelungen seine Freude daran haben, wenn er unter den neuen Namen der jungen Schweiz schöpferische Kräfte entdeckt, bei denen das deutschblutige oder fremdblütige Element untergeht im allgemeinen schweizerischen Heimatbewußtsein und somit aus der Scholle, das will in diesem Falle sagen, aus der Lust der heimatlichen Berge und Täler leine Kraft und Wirkung zieht.
Gedanken dieser Art kann eine Büchersendung anregen, die mir vor einiger Zeit von dem rührigen in Basel beheimateten Rheinverlag zugekommen ist. Alte und neue Namen deutsch- und welschschweizerischer Herkunft klingen da friedlich nebeneinander auf und der Gewinn der Lektüre besteht