Erich Rudolf
Durch Arieg zur Freiheit
von Lrich Rudolf Kommunistische Arbeiter-Partei
^us meinem Werktag singt:
^ das la Zuerre! Vive 1A revolution!
Ju meine Nächte dröhnt der Schritt der Marseillaise. In den fahlgrauen Tag blickt Liebknechts Gesicht, eichengrün. Aus seinen Totengrüßen lodert der Haß, der wilde Haß gegen die, die mich zwangen, Menschen zu morden.
Die Erinnerung lebt allein und alle Tage sind Erinnerung. Keine Stunde schläft. Aber der Schlaf ist Haß, seine Träume sind millionstimmige Gesänge verwester Brüder und die Sterne sind die Fanale der Rache, der Empörung, der grenzenlosen Wut.
Und ich war einst anders. Ich lebte. Liebte. Glühende Liebe! Mein Haus war klein, aber es war Glück. Mein Weib war lieb und meine Arbeit gab uns Vrot, Kleidung. Zwei Hände hatte ich, die schufen. Für sie und michl
Arbeiter müssen Sozialisten sein. Wo wäre sonst Schutz gegen Barbarei und Knechtschaft? Ich liebte Bebel, den Vater unser aller, ich kannte Marx und Lassalle. Und doch zog ich in den Krieg; denn meine arbeitenden Brüder meinten wie ich, daß es „um Vaterland und Deutschland" ging.
Und Bebel hätte den Tornister genommen I---—-------
Soll ich alle Schrecken jener Jahre aufleben lassen, soll ich euch allen, die ihr diese Zeilen lest, ins Gesicht schreien, daß ich betrogen wurde wie meine Brüder? Wißt ihr wie ich, was Leid ist? Stakt ihr wie ich im Brodem der Verwesung, saht ihr wie ich die Geilheit meiner Vorgesetzten, die Feigheit der Etappe, die Erbarmungslosigkeit der Führer und wurdet ihr verzehrt vom Feuer der Erkenntnis, daß wir nichts waren als Schlachtvieh, das man hineintrieb in die Hölle des Trommelfeuers? — Redet mir nicht von Tapferkeit! Die war Besinnungslosigkeit. Schweigt von Kameradschaft. Die war unter zweien. Laßt
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