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Blücher und Bismarck
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Ein Sommerritt auf den Pik von Teneriffa

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Es ist nun eine eigne Fügung, daß in den Frühlingstagen des Jahres 1815, als sich das dramatische Nachspiel der deutschen Unabhängigkeitskämpfe schon vorzubereiten begann, der dereinstige Vollstrecker der politischen Hinterlassenschaft dieses Jahres eben geboren war: Otto von Bismarck. Aber nicht als Militär, sondern als Diplomat erreichte er, was nicht durchgesetzt zu haben der Patriot Blücher den von ihm nicht immer mit Recht so hart geschmähten preußischen Ver­tretern der Staatskunst,den Deplomatiquern" zum schärfsten Vorwurf gemacht hat, die Einigung und Festigung Deutschlands. Ein volles Menschenalter liegt also zwischen dem Wirken der beiden gewaltigen Männer, die, ihrem ganzen Wesen nach aus demselben Ton geknetet, dasselbe Ziel vor Augen hatten. Allerdings auf Gebieten, die miteinander nichts gemein zu haben scheinen. Aber doch eben nur scheinbar.Denn der Krieg, so sagt Clausewitz, ist nur die Fortsetzung der Politik, nur mit andern Mitteln." Von dem Zusammenhang beider Tätigkeiten und der Notwendigkeit, sie zueinander in lebendige Wechsel­wirkung zu bringen, war der eine, der Soldat, immer durchdrungen gewesen. Doch erst der Diplomat erreichte es, daß der Forderung jenes: die Feder muß mit dem Schwerte Hand in Hand gehn, entsprochen werden konnte, wenigstens für seine Zeit und für seine Ziele.

Diese kurzen Andeutungen machen schon einige der Beziehungen deutlich, die tatsächlich zwischen Bismarck und Blücher bestehn. Nichtsdestoweniger mag der Versuch einer vergleichenden Gegenüberstellung beider Männer befremdlich, ja paradox erscheinen. Wer aber tiefer in den Stoff eindringt und dabei die Quellen bloßlegt, aus denen beide geschöpft haben, der wird die Berechtigung eines solchen Versuchs zugeben müssen.

(Schluß folgt)

Ein ^»ommerritt auf den Pik von Teneriffa

Reiseerinneruug von Reinhold Schultz

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in der Eingangspforte der Tropen, mit ihren Reizen geschmückt und doch frei von ihren Plagen, heben sich dieGlücklichen Inseln" der Kanarier hoch aus den Fluten des Atlantischen Ozeans, der sie unablässig mit besondrer Wucht umbrandet und > gierig an ihren Küsten nagt; eine reißende Strömung drängt sich zwischen ihnen hindurch, gefördert bald und bald gehemmt von den beständig wechselnden See- und Gebirgswinden, und umgibt ihre viclgewundnen Ufer­linien mit einem breiten Bande hochaufspritzenden Schaums. Bis weit in ihr Inneres hinein hört man das Tosen und das Zischen des unermüdlich gegen sie anstürmenden feindlichen Elements. Aber sie sind kein zerbröckelndes Helgo­land, vulkanische Kräfte haben sie vorzeiten kernfest aufgetürmt, und ihre starren schwarzen Felsen spotten des Anpralls der Wogen wie der zersetzenden Kraft des Salzwassers. Erhebt sich ja doch in ihrer Mitte die Riesenwerkstatt