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Theodor Fontane.
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Ägypten und das europäische Aonzert.

die beabsichtigte balladenähnlichc oder balladenmäßige Dunkelheit in dem Verhältnis Hildes zum gräflichem Hause, in der Art, wie man sich ihrer an­nimmt und nicht annimmt. Aber hier ist alles stimmungsvoll und unmittelbar ergreifend, die Harzluft, welche durch das Ganze hindurchweht, macht den harten, blutigen Eifersuchtskonflikt zwischen Vater und Sohn nicht weicher und wäscht Baltzer Bocholts Blutschuld nicht ab. Aber es ist, als ob in diesen einfache» Verhältnissen die Gestalten alle wüchsen, es sind ursprüngliche starke Empfin­dungen und Leidenschaften, um die es sich handelt, und die Kunst der Er­zählung, der Detaillirung und Farbengebung wirkt hier erfreulicher und ge­winnender. So erwecktEllernklipp" besser alsL'Adultera" die Hoffnung, daß wir von einem begabten und, wie zu hoffen steht, im innersten Kern noch gesunden Dichter noch vorzügliche Schöpfungen zu erwarten haben, zu denen heimatliche Landschaft, Geschichte und Sitte den immer willkommenen Hintergrund geben werden, während die Phantasie des Dichters markige und liebenswürdige Menschengestalten durch Leid und Glück begleiten wird.

Ägypten und das europäische Konzert.

ie ägyptische Frage steht noch immer im Vordergrunde der inter­nationalen Politik und ist, seit wir sie das letztem«! besprachen, brennender, wenn auch wohl nicht gefährlicher geworden, wenig­stens nicht für uns Deutsche und unsere österreichisch-ungarischen Verbündeten.

England und Frankreich haben mit der Entsendung der Panzerschiffe nach Alexandrien zunächst nicht den Erfolg gehabt, den man sich in London und Paris vermutlich davon versprochen hat. Es war eine Demonstration, die vor­züglich deshalb nicht imponirte, weil sie neben dem Willen der andern Groß­mächte, wenn auch nicht gerade gegen denselben sich vollzog. Die Pforte pro- testirte dagegen allerdings nur gelind, Arabi Pascha aber und sein Anhang wurden durch die Kundgebung der Westmächte nicht eingeschüchtert. Die nicht offiziellen Besprechungen des französischen Generalkousuls Monge in Kairo mit den Häuptern der ägyptischen Militärpartei, welche die letzteren bestimmen sollten, das Land freiwillig zu verlassen, blieben ohne Erfolg, und ebensowenig ergab eine Konferenz Sinkiewitschs, des Geschäftsträgers Frankreichs, mit Arabi das mit ihr beabsichtigte Resultat, obwohl die Notabelnkammer sich bemüht hatte, das Ministerium zur Nachgiebigkeit gegen die englisch-französischen Forderungen zu