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Preußen und die erste polnische Teilung.
welche ihr Licht in seine literarischen Arbeiten strahlte und seinem persönlichen Wirken einen eignen Reiz gab. Es war ihm nicht nur vergönnt gewesen, Italien (bei jahrelangem Aufenthalt und oft wiederholten Reisen dahin) und Griechenland, die Niederlande, Paris und London zu sehen, sondern in persönlichen Bezug zu Hunderten und aber Hunderten der hervorragendsten Männer zu treten. Dies gab seinem Urteil wie seinem anregenden Gespräch den Vorzug und Reiz der persönlichen Anschauung und Erfahrung, enthob ihn dem beengenden Einfluß einer gewissen Lokalatmosphäre, befähigte ihn, sich schauend, prüfend und vergleichend jederzeit wieder zu erfrischen. Die Stellung, welche er als Direktor einer Reihe der wichtigsten Dresdner Kunstsammlungen (der Antikensammlung, des Museums der Gypsabgüsse, des historischen Museums, des von ihm wesentlich geschaffenen Rietschelmuseums) und als Professor an der Akademie der bildenden Künste und der technischen Hochschule einnahm, war schon an sich eine wichtige und bedeutende. Durch seine persönlichen Eigenschaften, die Fähigkeit lebendigen Verkehrs und den wohlerworbenen Ruf, dessen er sich in der Literatur erfreute, erhöhte sich noch ihre Bedeutung. Hettner vermochte viel zu thun und noch mehr zu verhüten. Einer eingehenderen Darstellung seines Lebens und Wirkens, die wir uns an dieser Stelle ausdrücklich vorbehalten, müssen die Einzelheiten davon vorbehalten bleiben.
Der schmerzliche Verlust, den Deutschland und speziell Dresden erlitten, wird allseitig empfunden werden. Mit dem wohlfeilen Trost, daß in der Welt jedermann ersetzt werden könne, kommt man, wo es sich um etwas Rechtes handelt, im allgemeinen nicht weit. In diesem besondern Falle wäre der Trost geradezu eine Lüge. Die eigenartige Anlage, Geistesrichtung und Bildung, die scharfgeprägte Persönlichkeit des geistvollen Mannes, die seltene Mischung von frischem Enthusiasmus und kritischer Schärfe in ihm, und endlich die Wirkung von alledem, sie können nicht ersetzt werden. Wir werden Hermann Hettner nicht nur in treuem und dankbarem, sondern auch in trauerndem Gedächtnis behalten.
^M^A
Preußen und die erste polnische Teilung.
ie bekannte Heeren und Ukertsche Sammlung der Staatengeschichten Europas aus dem Perthesschen Verlage zu Gotha, die seit einem Jahrzehnt unter der Leitung von W. v. Giesebrecht wieder aufgenommen und rüstig gefördert worden ist, hat soeben dem deutschen Publikum in der Fortsetzung der Geschichte des preußischen Staates vom Ende des siebenjährigen Krieges ab eine willkommene