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Der Kampf gegen die Fremdwörter.
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Laienbriefe von der Internationalen Auiistansstellung.

teresse hat, mit Vergnügen reiche Belehrung schöpfen wird: er fordert anch unsre Mitwirkung heraus. Es ist ja fast unmöglich, für jedes Fremdwort eine in jeder Beziehung passende Übertragung zu finden. Meist zwar wird mau in der von Dunger gebotenen Auswahl einen dem augenblicklichen Zwecke ent­sprechenden Ausdruck zur Hand haben; aber wenn er einmal fehlen sollte, so wird der angeregte Geist durch die Menge der ähnlichen Ausdrücke leicht auf den rechten geleitet werden und so selbst nachschaffend zum Mitarbeiter werden an dem Werke, dessen Erreichung Dünger als letztes Ziel ins Auge faßt, die Herstellung unsrer Muttersprache in ihrer vollen ursprünglichen Würde und Schönheit. Wer aber möchte hierzu nicht gern mitwirken?

Laienbriefe von der Internationalen Kunstausstellung.

i.

uf der Wiener Ringstraße wehen österreichische, deutsche und fran­zösische Fahnen, die Zugäuge zum Künstlerhause markirend, in welchem die Internationale Kunstausstellung des Besuches harrt. Wir haben ihr den offiziellen Titel gelassen, und dieser scheint ihr auch im Publikum zu bleiben, obwohl einzelne Ver­treter der öffentlichen Meinung, wie es fast scheint, auf Kommando, sich die größte Mühe geben, dafür den französischen Ausdruck „Salon" einzubürgern. Ob dahinter nur die unausrottbare Nachäfferei der Deutschen — zu welchen die Wiener zu rechnen hoffentlich noch erlaubt ist — steckt, oder ob man glaubt, mit dem Titel auch die Bedeutung, welche der Pariser Salon für die ganze gebildete Welt Frankreichs hat, nach Wien verpflanzen zu können? Gleichviel, höchst unglücklich nimmt sich auf alle Fülle diese Veuennuug aus, auch wenn nur in Betracht gezogen wird, daß die Ausstellung, wie gesagt, des Besuches harrt, der sich nicht einstellen will. Die Thatsache der äußerst geringen Frequenz ist nicht hinwegzuleugnen. Um deren Erklärung sind die Wiener selbst freilich nicht verlegen. Unser Publiknm, sagen sie, hat kein intimes Verhältnis zur Kunst; erzählt ihm, daß ein Dutzend nackter Weiber mit Porträtköpfen aus der „besten Gesellschaft" zu sehen sei, oder daß ein gemaltes Leichenfeld förmlich den Ver­wesungsduft ausströme, dann drängt es sich hinzu, aber mir dann. Die Fremden, heißt es weiter, haben sich entwöhnt, Wien zu berühren; früher lag dies am Wege nach Italien, wohin jetzt zwei nähere Eisenstraßen führen. Ferner soll die Leitung der Unternehmung nicht in den richtigen Händen sein. Man klagt