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Italienische Reisebriefe des Grafen Geßler an Christian Gottfried Körner. 5.
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Der Kampf gegen die Fremdwörter.

Stern wieder begegnen und wiedererkennen können, diesem würde ich mit In­brunst ans Herz fallen müssen."

Zum Schlüsse noch ein Wort. Es liegt uns fern, den Grafen Geßlcr über Gebühr erheben zu wollen. Aber keinem, der unsrer einfachen Zusammen­stellung gefolgt ist, wird es entgangen sein, wie oft doch seine Gestalt an Goethe erinnert. In seiner Herzensgüte, die hinter cinßerer Rauhheit sich verschanzt, in der Weichheit und Bestimmbarkeit seines Wesens, die Körner bald schonend als „eine gewisse Stärke des Charakters", bald weniger schonend als „eine gewisse Schwache des Charakters" bezeichnet, in seiner umfassenden Kenntnis der Weltliteratur, die sich noch nach andern Richtungen hin erstreckte, als die mitgeteilten Bricfstellen erkenueu lassen, in seiner Liebe zur bildenden Kunst wie zu den Naturwissenschaften — überall treten uns Goethische Seiten entgegen. Den stillen Zweifel Geßlers an der Nachhaltigkeit der Volkserhebung von 1813 hat schon Hermann Grimm in seinen „Vorlesungen" mit Goethes Verhalten während der Befreiungskriege iu Parallele gestellt.") Uud wer hätte nicht endlich — um nochmals ans unsre Reisebriefe zu kommen — in dem glücklichen Freiheits­gefühl, das Geßlers römische Briefe atmen, Goethes Jubel über die Erlösung aus deu Weimarer Fesseln wiederklingen hören? Wer hätte bei dem Liebes­abenteuer Geßlers nicht Faustinas und der „Römischen Elegieen" gedacht?

*) H. Grimm, Goethe. S. 256. 2. Aufl. S. 4S0.

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Der Kampf gegen die Fremdwörter.

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>in im besten Sinne des Wortes zeitgemäßes Buch ist vor we­nigen Woche» im Teubnerschen Verlage in Leipzig erschienen. Wir nennen es zeitgemäß, denn es nimmt den Kampf gegen einen alten Feind zur rechten Zeit, in der rechten Weise und mit den ^rechten Mitteln wieder auf, den Kampf gegen die Fremdwörter.") Alt und stark ist der Feind, gegen den der Kampf geführt wird. Die erste Blüteperivde unsrer Literatur weist die Spuren ihrer Abhängigkeit von der fran­zösischen Poesie auch in der großen Zahl französischer Wörter auf, die die hö-

Wörterbuch vou Verdeutschungen entbehrlicher Fremdwörter mit be­sondrer Berücksichtigung der von dem großen Geueralstave, im Postweseu und in der Reichs- gesetzgebnng angenommenen-Verdeutschungen. Mit einer einleitenden Abhandlung über Fremdwörter und Sprachrcinigung von Ur. Hermann Dunger. Leipzig, Ä. G. Teubner, 1882.