Beitrag 
Bismarck als Bundestagsgesandter.
Seite
461
Einzelbild herunterladen
 

Vismarck als Vundestagsgesandter.

on den „Publikationen aus den K, Preußischen Staatsarchiven," die auf Veranlassung und mit Unterstützung der Archivverwaltung seit einigen Jahren im Hirzelschen Verlag zu Leipzig erscheinen, haben in kurzer Zeit wieder vier starke Bände die Presse ver­lassen: Band 8, Die diplomatische Korrespondenz zwischen Preußen und Frankreich in den Jahren 1795 bis 1807, von Paul Baileu. 1. Teil; Band 9. Die Aktenstücke zur Geschichte der Gegenreformation, welche in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts im Herzogtum Cleve und in den westfälischen Bistümern Münster und Paderborn stattfand, zusammengestellt und mit Übersichten über den Gang der Ereignisse versehen von Ludwig Keller. 1. Teil; Band 10. Der 2. Teil der Dokumente über die Beziehungen und das Verhalten Preußens zur katholischen Kirche von 1640 an, herausgegeben von Max Lehmann; endlich Band 12. Preußen im Bundestag 1851 bis 1854 vonRitterv. Poschinger. Indem wir uns vorbehalten, über das zweite uud dritte der genannten Sammelwerke im Laufe des Sommers ausführlicher zu referiren, bemerken wir für jetzt uur, daß der Inhalt des Kellerschen Werkes für die Thatsache zeugt, daß die aktenmäßige Überlieferung über jene von der Geschichtsforschung noch wenig behandelte Epoche eine sehr reichhaltige ist, und durch das hier mitge­teilte Material die bisher vollständig im Dunkeln liegenden Einzelnheiten der be­züglichen Ereignisse in erfreulicher Weise aufgehellt werden, uud daß die Lehmannsche Arbeit sich über die Zeit vom Regierungsantritte Friedrichs des Großen bis 1747 erstreckt, in welchem Jahre die Anknüpfung eines direkten diplomatischen Verkehrs zwischen Preußen und der Curie erfolgte. Die Andeutungen und Auf­schlüsse, welche sich aus den von Baileu zusammengetragenen Briefen, Erlassen und Noten gewinnen lassen, stellen verschiedene wichtige Partieen der preußischen und französischen Politik in neue Beleuchtung, nnd so wird es nicht unwillkommen

Gronzboteu 1l. 1882, 59