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Die Möglichkeiten eines Krieges noch einmal.
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Die Möglichkeit eines Krieges noch einmal.

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enn wir das im vorigen Hefte dieser Blätter behandelte Thema nochmals ins Auge fassen, so haben wir Ursache, dies weder für überflüssig noch für unwillkommen zn betrachten. Es läßt sich eben noch viel darüber sagen. Namentlich aber wird ein längerer Blick ans Frankreich zn werfen sein, von dessen Zustand und Haltung es vorzugsweise abhäugt, ob die Gefahr eines Krieges mit Rußland aus einer Möglichkeit zu einer Wahrscheinlichkeit werden kann.

Rußland und Frankreich gleichen einander insofern, als in beiden Ländern die auswärtige Politik mehr als anderswo vom Stande der innern Angelegen­heiten beeinflußt wird. Dort habe» wir die Nihilisten, die sich in den letzten Tagen wieder dem Meuchelmorde zugewandt und sich damit als unverbesserliche und unversöhnliche Umstürzler charaktcrisirt haben. Hier sehen wir die Ideen der Roten in Paris Fortschritte machen. In Deutschland und andern scstge- gründeten Staaten kann zn Hanse eine sehr lebhafte Agitation oder Opposition im Gange sein, ohne daß notwendig die Richtung oder die Macht der Regierung iu Betreff der auswärtigen Interessen der Nation davon berührt oder bestimmt würde. Die Lösung der schleswig-holstciuischcu Frage im Jahre 1864 und die der deutschen, die zwei Jahre später erfolgte, spricht nur teilweise dagegen; denn weder das Ziel noch der Weg der Agitation, welche diesen Lösungen voraus­ging, wurde von der entscheidenden Stelle in Berlin vollständig oder auch nur zum großen Teile adoptirt. Jetzt aber ist jeder Verständige überzeugt, daß in Dentschlcmd alle häuslichen Streitigkeiten sofort schweigen würden, falls an die Nation die Notwendigkeit eines ueuen Krieges heranträte. Ähnliches gilt von Österreich-Ungarn, dem uns engverbündeten, ähnliches von Italien und vom britischen Reiche, obwohl in letzterem Irland bei einem Zusammenstoße des Ge- Grcnzbllwi II. 1882. 14