Beitrag 
Bakchen und Thyrosträger :
(Fortsetzung.)
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

Literatur.

anders als dein Vater. Spanne alle Kräfte an, um vorwärts zu komme». Du bist klug und hast alles, was zu einem Offizier gehört z du mußt General werden, wenn dn einigermaßen Glück hast.

Es ist auch wahr, sagte Alfous. Ich glaube auch, das; es unklug ist, seinen Beruf zu wechseln. Aber kannst du wirklich das Geld schaffen?

Ich bekomme es vom Onkel Balduin oder Lovendal. Einer von den beide» mnß es mir ans jeden Fall geben. Denke mir nicht au Abschiednehmen, mein Sohn, hörst du?

Ich verspreche es dir, Mutter, sagte er nud küsste sie.

O Chepa, dachte er, jetzt schöpfe ich neuen Mnt!

(Fvrtsetzung folgt.)

^HtzWtMM

Literatur.

Geschichte der Völkerwanderung von Ednnrd vun WieterSheii», Zweite rwll ständig umgearbeitete Auflage, besargt vvn Felix Dahn. Zweiter Band. 'Mit Sachregister uud Litcralurnbersicht. Leipzig, T. O. Weigel, 1881.

Es ist gewiß als eine höchst undankbare Aufgabe zu betrachten, ein älteres und in vieleu Stücken veraltetes Buch so umzuarbeiten, daß es den Ansprüchen der heutigen Wissenschaft allenthalben wieder genügt. Doppelt schwierig wird diese Aufgabe, wenn vvn dem neuen Herausgeber verlangt wird, daß er im großen und ganzen an dem Stoffe wie an der Auffassung des ursprünglichen Werkes nichts Erhebliches ändere.

Wir haben schon bei Besprechung des ersten Bandes der wieder aufgelegten Geschichte der Vvlkerwandernng von Wietersheim bei allen Vorzügen, welche das Buch erhalten hat, doch auch auf mancherlei Mängel hinweisen müssen. Was uns schon beim ersten Bande mißfiel, tritt nns im zweiten noch störender entgegen: der Mangel an bestimmten Grundsätzen, nach denen die Überarbeitung hätte vor­genommen werden sollen.

Der neue Herausgeber streicht das Kapitel über Ostasien und seine Völker, zit welchem Wietersheim bei der Untersuchung über das Herkommen der Hunnen geführt wurde, und ersetzt ein andres Kapitel, in welchem Wietersheim darlegt, daß die Germanen von der Vorsehung dazu bestimmt gewesen seien, das Christentum anzunehmen und zur Herrschaft zu bringen, durch einen Abschnitt, welcher ausführt, wie die Germanen, in der Wahl zwischen der Taufe oder deu Hnnnen, das Christen­tum annahmen wieWörter, Geräte, Institutionen." Viele andre Kapitel haben erhebliche Änderungen, namentlich Streichungen erfahren müssen, manche kritische Betrachtung ist aus dem Text in die Anmerkung verwiesen, mancher Satz ist ab­gerundet worden. Während aber Dahu auf der einen Seite znm Vorteil der neuen Ausgabe so frei mit dem alten Stoffe schaltet, zeigt er sich an andern Stellen äußerst konservativ uud begnügt sich nur mit Glvssirnng des alten Textes. Wie unausstehlich dadurch das Buch wird, wollen wir an einem beliebig gewählten Beispiel zeigen. S. lv8 heißt es:Die Wandernug und Eroberung war (auf kurze Zeit D.) zu (einer Art von D) Stillstand gelaugt. Das Barbarentum, das bisher