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Die Bronzefiguren in Innsbruck.
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Musikalische Konversationslexika.

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Das schöne Innsbruck zählt min eine Sehenswürdigkeit mehr, die fünf blank gescheuerten Standbilder, an welchen Fachmänner während der nächsten fünfzig oder hundert Jahren die Ncubildnng der Patina werden beobachten können; die zn Gateriedirektoren beförderten ruhebedürftigen Maler aber, welche in dem Rufe stehen, alte Bilder zn vcrrestaurireu, werden mit Genngthnung auf die Thaten der Hoflackirer hinweisen.

Musikalische Konversationslexika.

crke der Mnsikwissenschnft gelten im allgemeinen für schlechte Ver­lagsartikel. Nur Kompendien der Musikgeschichte, Harmoniclehr- bücher und Musikalische Lexika machen eine Ausnahme; sie erweisen sich als ziemlich gangbar und bilden einen Gegenstand der buch­händlerischen Spekulation, so daß der Markt mit neuen Werken jener Gattungen sogar viel reicher beschickt wird, als es das vorhandene Be­dürfnis erheischt. Musiker, die über den Durchschnittswert der in den letzten Jahr­zehnten herausgeworfenenHarmonielehren" nndAbrisse der Musikgeschichte" orieutirt sind, nehmen mit berechtigtem Grauen ein neues Buch jenes Inhaltes zur Hand. Mit den Leistungen auf dem Gebiete der musikalischen Lexikographie steht es nicht ganz so schlimm, aber deshalb noch lange nicht gnt. Unter den vielen deutschen Musiklexieis, die wir haben, kaun man eigentlich nur zwei als vor­züglich bezeichnen. Das eine ist das bekannte musikalische Neallexikvn von Koch- Dommer. Das andere erschien vor nun bald hundert Jahren; es ist das historisch-biographische Lexikon von Ernst Ludwig Gerber, ein Werk, das zwar an einem kleinen Orte (Svndershansen) entstand, aber mit großer Ge­wissenhaftigkeit verfaßt wnrde und in feiner wissenschaftlichen Anlage als muster- giltig für alle Zeiten bezeichnet werden muß. Auch Mtis in seiner berühmten LwArg-vtriv äs8 Nusioisus hat es nicht übertroffen, sondern ist ihm nnr gefolgt. Das Schillingsche Universallexikon, welches späteren Unternehmungen nicht bloß' znr Grundlage, sondern auch zur Fundgrube wurde, hatte gute Mitarbeiter, aber einen sehr schlechten Redakteur. Das Mendel-Reißmannsche Lexikon enthält, wenn man davon absieht, daß es in den biographischen Artikeln über Lebende alle und jede Objektivität vermissen läßt, auf der einen Seite der Reklame dient, auf der cmdern von parteiischer Gehäßigkeit sich leiten läßt, manche treff­liche Artikel, giebt aber zu wenig Auskunft darüber, wie nnd wo mau sich über die behandelten Themata uoch weiter und gründlicher unterrichten kann, ist auch nicht gleichmüßig genng durchgeführt.

Grcnzboten II. 1882. ü