442 Die Fortschritte in der antiken Rnnstgeschichte während des letzten Jahrzehnts.
Majorität dic Partie. Erst sind es die Unparteiischen, dann die Feuillants, daranf die Girondisten, zuletzt die Anhänger Dantons. Der Grnnd liegt viermal hinter einander darin, daß diese Majorität den Gebräuchen des gewöhnlichen Spiels folgen, wenigstens keine allgemein anerkannte Regel verletzen, den Lehren der Erfahrung oder dem Wortlaute des Gesetzes oder den Vorschriften der Menschenliebe oder den Regungen des Mitleids nicht ungehorsam sein null. Dagegen ist die Minorität von vornherein entschlossen, um jeden Preis zu gewinnen; nach ihrer Ansicht ist das ihr Recht; stellen sich die Regeln dein entgegen, um so schlimmer für dic Regeln. Im entscheidenden Augenblicke hält sie dem Gegner die Pistole vor die Stirn, stoßt deu Tisch um und streicht dic Einsätze ein."
Die Fortschritte in der antiken Kunstgeschichte
während des letzten Jahrzehnts.
von Hugo Bliimner.
2.
s ist noch nicht so sehr lange her, daß die Bearbeiter der klassischen Kunstgeschichte durch eine weite Kluft von den Erforschern der sogenannten prähistorischen Kunst getrennt waren. Der klassische Archäologe pflegte mit einer gewissen mitleidigen Geringschätzung auf die alten „Töpfe" herabzusehen, mit denen sich wesentlich der Eifer der Provinzialgelehrten nnd der anthropologischen Gesellschaften abgab; und gern überließ man diesen alle die mehr oder minder lebhaft geführten Fehden über Pfahlbauten, Steinzeit, Bronze- und Eisenpcriode u. dgl. m.
Das ist jetzt anders geworden, und ganz besonders ist es die Forschung der letzten zehn Jahre, welche infolge des Zusammentreffens verschiedener wichtigen Entdeckungen und Beobachtungen die Frage nach den Anfängen der griechischen Kunst uns näher gerückt und im Zusammenhang damit die bisherige Nichtbeachtung der prähistorischen Kunst für den Archäologen absolut unmöglich gemacht hat. Hier ist der Punkt, wo fortan der Archäologe dem Ethnologen und Anthropologen die Hand reichen wird.
Die Geschichte der griechischen Kunst pflegte svust bei den homerischen Gedichten zu beginnen, da mit den mythischen Vertretern der bildenden Knnst, mit idciischen Daktylen uud Tclchiiicn, mit Dädalus u. s. w., nicht viel anzufangen war. Man begnügte sich zu kvnstatiren, daß die homerische Zeit noch keine national-hellenische Kunst kenne, daß es wesentlich orientalische Einflüsse seien, die uns in den von Homer erwähnten Kuustgegeustäudeu entgegentrete»;