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Die Reform des englischen Parlaments.
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land nicht erfolgreich kontnrrirt, und daß England weniger Armenunterstützung zu zahlen braucht. Da jedoch, allgemeiner Erfahrung gemäß, gewöhnlich nicht die Arme» und Schwachen, sondern die relativ Wohlhabenden und Starken aus­wandern, so ist diese Entlastung sehr unwahrscheinlich.

Großbrittanicn mit Indien uud seinen Kolonien bildet ein Staatsweseu, das sich uoch jetzt allein geniigen könnte. Röscher bestreikt dies in seinem Buche überKolonien und Kolouialpolitik." Es ist hier nicht der Ort, ans diesen Punkt näher einzugehen. Vielleicht war vor mehr als 26 Jahren, als Röscher sein Werk schrieb, die Entwicklung der Kolonien, welche England nach dem Ab­falle Nordamerikas blieben, nicht vorauszusehen. Denn das ungeheuere Reich hat alles: reichen Boden, hochentwickelte Industrie, einen wohlgegliedcrten Handel, Schiffe, Geld und vor allem thätige Menschen. Aber diese Güter liegen zerstreut über den Erdball. Würden aber die Glieder zusammengefügt zu einem lebendigen Ganzen, welches freieste Zirkulation gestattete und sich gegen alle sremden Völker durch hohe Schutzzölle abschlösse, dau» müßte sein Wohlstand in großartiger Weise steigen. Der Auswanderer, der sich in Canada oder Neu­seeland niederläßt, wäre nicht länger für England verloren, er wäre ebensogut ein englischer Baner wie der Freehvldcr in Suffolk, die englischen Manufakturen hätten ciucu weiten, unbestrittenen Markt in den Kolonien, und der englische Handel wäre mit dem Binnenhandel zwischen Erdteilen reichlich beschäftigt. Die Kolonien trügen die Lasten des Mutterlandes, und dafür schickten sie ihre Ab­geordneten in den Reichstag zu Westminstcr. England träte dann in die dritte Phase seiner Kolonialpolitik.

(Schluß folgt.)

Friedrich List und die thüringische Eisenbahn.

er Übergang der Thüringer Eisenbahn in den Besitz des preußischen Staates steht uahe bevor. Der zwischen der preußischen Regierung und der Direktion der Gesellschaft abgeschlossene Vertrag wurde von der Generalversammlung bereits im vorigen Herbst mit großer Mehrheit angenommen, die Landtage der drei beteiligten thürin­gischen Staaten haben ihn vor kurzem genehmigt, so daß zur Vollziehung nur noch die Zustimmung Hes preußischen Landtags fehlt, die selbst bei der augen­blicklichen Lage der politischen Dinge schwerlich versagt werden wird.

In der Geschichte der deutschen Eisenbahnen nimmt die Thüringer eine be­deutende uud eigentümliche Stellung ein. Nicht deshalb, weil sie zu den ersten