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Die Aufklärung und das Christenthum.
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Erfüll' davon dein Herz, so groß es ist, Und wenn dn ganz in dem Gefühle selig bist, Nenn's Glück. Herz, Liebe, Gott! Ich habe keinen Namen

Dafür; Gefühl ist Alles! Nam' ist Schall und Rauch,

Umnebelnd Himmclsgluth. 1. L.

Kleine Correspondenzen.

Aus P e st h.

Den 8. September 1850.

Der liebe Gott hat für jedes Fieber ein Kraut, für jede Wunde ein Pflaster gegeben," sagen bei uns die srommcn Mütterchen. Auch uns hat der msg^uroK Isleno (Gott der Magyaren) ein kleines Pflästerchen für unsere große Wunde geschickt, und zwar in Person des Pater Gützlaff, der auf seiner Missionsrcise auch unsere Haupt­stadt besuchte und hier in einem akademischen Vortrag eines chinesischen Volksstammes erwähnte, der in Sprache, Sitten und Körperbau sehr viel Aehnlichcs mit den Magya- reli haben soll. Dieser Volksstamm, der über drei Millionen Menschen zählt, nennt sich den Stamm der Kon ober, und bewohnt eine jener Gegenden des großen himm­lischen Reichs, die an die Mongolei grenzen. Also drei Millionen Magyaren leben noch anßer Ungarn auf dieser Erde! Erinnern Sie sich an die Sagen, die sich nach der Katastrophe bei nnserm Landvolk verbreiteten, und die Kossuth und Bem mit einer Unzahl von 8/.i^-> m-ig^rolc (Scythen-Magyaren) heranziehen ließen u. s. w., und Sie werden sich leicht die Luftschlösser selbst ausmalen können, die sich in einer echt magyarischen Phantasie jetzt erheben müssen. Ein juuger Magyar bot sich sogleich an, dem Herrn Gützlaff nach China zu folgen, und damit hat Herr Gützlaff seinen Zweck erreicht; ob Ungarn aus China einen neuen magyarischen Impfstoff erhalten wird, dafür lassen wir den Gott der Magyaren sorgen. Wenn diese krankhafte Reizbarkeit eines verwundeten Herzens Leben genannt werden kann, so wird ma» einst anch von den Magyaren sagen können, daß sie im Jahre -1830 gelebt haben; unser wahres geistiges Leben hat sich in die innersten Gemächer der Seele zurückgezo­gen, uud nur außer dem Lande, ja selbst in Wien, wo man die Zuckungen des ge­fesselten Löwen weniger fürchten zu müssen glanbt, manisestirt sich noch die Kraft des Magyaren in einigen über die Grenzen des Belagerungszustandes reichenden Meinungs­äußerungen.

Einige Fuukcn neuen Lebens hat besonders die Brochüre von Somsich:Das legitime Recht Ungarns und seines Königs" in unser politisches Hospital geschlendert. Mehrere Mitglieder der vormärzlich-liberalcn Partei haben sich den restcmrirten oder vielmehr rcnovirten Altconservativen angeschlossen, uud dies reizte einige Vollblutlibe­rale, die sich durch diese Allianz verunreinigt glauben, zu einer heftigen Polemik, die in dem oppositionellenWanderer" und der (wie soll ich sie nennen? also) ebenfalls oppositionellenOstdeutschen Post" mit Hartnäckigkeit, aber auch mit Würde geführt