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Ludwig Philipp und Robert Peel.
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möglich war, voll Neuem die Geschäfte anvertraut hatte. Dazu war aber der Fortbestand der Mittelpartei, die sich uubediugt an seine mächtige, gebietende Persönlichkeit anschloß, nvthwendig. Wie jetzt die Sachen stehen,' werden die bisherigen Peeliten sich zerspalten, jedes Mitglied der Partei wird seineu Sym­pathien folgen. Die Whigs, die sich bisher auf ihn stützten und eigentlich im Wesentlichen von ihm bestimmt wurdeu, werden nun ihre Stütze bei den Radi­kalen snchcn müssen, denn aus sich selber zu stehen, sind sie zu schwach. Das wird so lange fortgehen, bis die Letzter» einem praktischen Staatsmann nach Peel'- schcm Schlage in die Hände sallen, der die bisher uur iu abstractem Lärm aus­gesprochenen Priucipien ans concrete Weise anwendet.

Ein vergleichender Blick auf beide Mäuuer zeigt am deutlichsten, daß Po­pularität uicht bloS auf demagogischem Wege zu crlaugen sei. Der König hat mit ängstlicher Sorgfalt jeden Schein ciueS eigenen, harten Willens zu vermei­den gesucht; er hat in seinen Formen Jedem geschmeichelt, den er irgend gewin­nen wollte; er hat allerdings regiert, aber nickt durch sestcu Willen, sondern durch Jntrignen. Peel war eine despotische Natur, wie jeder praktische Mauu; stolz, gebieterisch, verschlossen in seinen Formen; alle Augeublicke war seine eigene Partei geneigt, sich gegen ihn zu empören. Aber selbst in dem Haß seiner Feiude sprach sich die Achtung vor seiner Tüchtigkeit anö; und in jener Zeit, wo die von ihm verrathene Aristokratie mit einem wahrhaft fauatischeu Wuthgcheul über ihn herfiel, und er mit der kalten Ironie, die das Bewußtsein überlegener Bil­dung, und mit der ehcrucu Entschlossenheit, die das Bewußtsein eines uubieg/ samen Willens erzeugt!, dem Sturm entgegentrat, da stand er bcneidenswerther da, als der König der Frauzoscu, wenn er durch scheu lächelnde Herablassung das Beifallsklatschen des Pariser Pöbels erflehte. Dem Tode deö einen folgt flüchtiges Mitgefühl, um das Grab des Andern stehen selbst seine Feinde mit Er­schütterung und beugen unfreiwillig ihr Haupt vor den Resten des mächtigen Willens, den sie haßten, dem sie aber nicht widerstanden.

Bemerkungen über Rachel nnd das Spiel des VI»^»tre tran^ aS«.

Das französische Volk steht zn seiner Sprache in einem ganz andern Ver- hältniß, als die deutschredenden Stämme zu der ihrigen. Die Substanz seiner Wörter ist nicht ans dem Gruud seines eigenen Lebens herausgewachsen, svuderu ihm von einem fremden Volk überkommen. Als dnrch die Völkerwanderung die römische Sprache zerschlagen war uud celtische Gewandtheit und deutsche Bildnngs- kraft die lateinischen Klänge auf ihren Zuugeu abgeschliffen uud zugespitzt hatten,