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Reden von Stahl.
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Wir enthalten nns vorläufig einer Kritik dieses Entwurfs, nnd sägen nur noch die Bemerkung hinzn, daß es wüuschenswerth wäre, weuu sich die preußische Negierung eben so offen erklären möchte. Diese Ideen sind allerdings etwas wesentlich Anderes, als unsere Partei in Frankfurt und Gotha erstrebt hat; sie enthalten aber wenigstens ein faßliches Bild, über welches, wie jetzt die Sachen liegen, eine Verständigung sowohl mit den Kleindeutscheu, als mit denjenigen unter deu Großdeutscheu, die noch uicht alle« Verstand verloren haben, denkbar ist. An einen Uuionskrieg gegen Oestreich denkt unter den gegen­wärtigen Umständen wohl kein Einziger unserer Partei.

Der erste Seekampf der Schleswig-Holsteiner.

Neustadt in Holstein. Sonntag, 21. Juli, früh am Morgen.

Nach einer schlaflosen Nacht schreibe ich Ihnen folgende fluchtige Skizzirung des ersten holsteinisch-dänischen Seeabenteuers. Meine Zeilen sind vielleicht nicht ganz werthlos, weil ich Angenzeuge des blntigen Nachtstücks war, mit welchem der Krieg ernsthaft begonnen hat. Reflexionen dürfen Sie nicht erwarten, das Gemüth des Zuschauers wogt noch wie die See nach dem Sturm. Nur so viel im Voraus: einen schwarzen Nand verdieilt meiue Meldung nicht. Abergläubische Kopfhäuger werden den Ansang ein böses Omen nennen, muthige Herzen rufen: Nein, uud abermals Nein! Unsere junge Flagge kämpft gegen dänische Uebermacht, aber Gott Lob! sie kann ihre erste Brandwunde mit Ehren zeigen!

Preußen, sagt man, hat im Frieden vom 2. Jnli der russischen Einmischung einen Niegel vorgeschoben, auch England duldet keine offene Parteinahme Nuß- landö, aber die Segel des Czaren umflattern drohend die Küsten Schleswigs. Unser Volk läßt sich auch vom nordischen Popanz nicht einschüchtern; die Russen beobachten" ja blos, um ihre Erfahrung zu bereichern, wie Brnnnow in London erklärt haben soll, aber Roth thäte es, daß eine englische Flottille die russischen Beobachter beobachtete, denn gewiß ist? daß ihre Studien den Dänen zu Gute kommen; sie stgnalisircu, telegraphireu uud spioniren für die Dänen nach Herzenslust und werden in dieser Dienstfertigkeit von Lübeck und Travemünde ans mit kos­mopolitischem Edelmulh unterstützt. Dänemark, sagt man, hat sich verpflichtet, Holstein nicht anzugreifen, ehe der Buud oder das Bundesplenum oder der Bun-