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Erzherzog Johann im Jahre 1809
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Erzherzog Johann im Jahre ^LOH

des Umbildungsplanes, können bestimmte, zahlenmäßige Vorschläge gegenüber den bisherigen amtlichen Verlautbarungen nicht machen und fassen unsre An­sichten nur in folgenden Sätzen zusammen: 1. Die Steuerumbilduug ist nur so weit durchzuführen, als sie ohne eine nenc Stener, namentlich eine Ver­mögenssteuer stattfinden kann. 2. Die Beseitigung der Doppelbesteuerung und die verschiedne Besteuerung des fuudirten und unfnndirten Einkommens ist da­durch zu bewirken, daß das doppelt besteuerte und das unfundirte Einkommen bei der Veranlagung der Einkommensteuer mit verhältnismäßig verringerten Ertragssätzen und nur das Einkommen aus Kapitalvermögen nur mit dem vollen Ertrage in Ansatz gebracht wird. Das Mehr an Einkommenstener wird sich dadurch um fünfzehn Millionen verringern, aber unsers Erachtcns noch immer dreißig Millionen betragen. 3. Die bisher den Kreisen aus den Ge­treide- uud Viehzöllen zngefloffenen Beträge sind ferner einzubehalten. Wir verauschlageu diese für die Dauer der Handelsverträge auf fünfundzwanzig Millionen, sodaß der Staatskasse überhaupt ein Mehr von 30-j-25--55 Mil­lionen zufließen würde. Dafür verzichtet 4. der Staat auf den vierten Teil der Grundsteuer, also auf zehn Millionen, die ausschließlich den Kreisen zu­fallen, sowie auf drei Vierteile der sechzig Millionen betragenden Gebäude- und Gewerbesteuer, also auf füufundvierzig Millionen, die mit einem geringen Betrage noch den Kreisen, zum überwiegenden Betrage aber den Stadt- und Landgemeinden, sowie den Gutsbezirken überwiesen werden. 5. Die Gemeinden dürfen zu der Einkommensteuer uur fünfzig Prozent und ausnahmsweise mit Genehmigung des Fiuanzmiuisters höchstens hnndert Prozent als Anschlag beschließen und erheben und müssen weitern Bedarf durch anderweite ebenfalls zu genehmigende Steuern decken.

Das sind unsre Vorschlüge. Wir halten sie nicht für unanfechtbar und sehen besser begründeten mit Spannung entgegen.

Erzherzog Johann im Jahre ^809

rzherzog Johann von Österreich gehört zu deu Gestalten der deutschen Geschichte, die iu der Phantasie des Volkes ihre Prägnng für immer empfangen haben. Dadurch, daß er 1823 ein Mädchen aus bürgerlichem Stande, die Ausfeer Postmcisters- tochter Anna Plvchl, heiratete, ward er den Massen sympathisch; daß er zum Metternichschen Regiment in schroffem Gegensatze stand, machte ihn auch den gebildeten nationalen und liberalen Kreisen wert. Diesen per-