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Washingtoner Probleme
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Die Blockade Frankreichs durch die Seemächte

darauf hin, daß Amerika im Bewußtsein seiner Kraft die Führung beansprucht, daß es aber andererseits bereit ist, die Entente in Europa gewähren zu lassen.

Die Eröffnung der Washingtoner Tagung geht bereits unter Störungen vor sich. Lloyd George muß wegen Irland zunächst Balfour allein nach Amerika fahren lassen. Ein koreanischer Fanatiker hat dem Leben des japanischen Minister­präsidenten Hara. des demokratischen Vertreters der Sei Jukai, ein Ende bereitet. Der Regierungswechsel in Japan, der durch den verbrecherischen Mord bedingt wird, wie das irische Problem sind die ersten Ereignisse, die ihre Schatten auf die Konferenz voraus werfen. Was Irland anlangt, so bemüht sich Lloyd George mit allen Mitteln in letzter Stunde einen Kompromiß zu erreichen, um in Amerika Stimmung zu machen. Welche Richtung in Japan ans Ruder gerät, ist noch nicht abzusehen; aber auch der neue Leiter des Ministeriums in Tokio wird sein Land ebensowenig in Abenteuer stürzen wollen, wie das Hara getan hätte.

Die Blockade Frankreichs durch die Seemächte während des Grleansschen Arieges

von Freiherr v, Dcinckelman (Schluß aus Heft 45,)

an kann die von den Seemächten über Frankreich verhängte Blockade nur einen Versuch nennen. Daß er scheiterte, lag an der allge meinen politischen Lage, lag aber vor allen Dingen an den wirt­schaftlichen Schwierigkeiten, die sich ihrer Durchführung entgegen stellten. Unvollkommen blieb sie auch, weil die von den Verbündeten angewandten Mittel nicht wirksam genug waren. Im wesentlichen war sie in der Ausführung die von den französischen Korsaren schon seit langem angewandte Kaperpolitik. Hierin mochte man wirtschaftliche Vorteile finden', schon der Umstand jedoch, daß jeder von der Beute einen bestimmten Teil haben wollte, barg einen Zwiespalt in sich.

Der Teil der Verhandlungen zwischen England und Brandenburg, welcher die Ausführung der Blockade behandelte, verdient besondere Beachtung. Schmettau, der in London verhandelte, stieß von vornherein bei den Engländern, insbesondere bei dem Minister des Auswärtigen, Nottingham, auf die größten Schwierigkeiten. Sie betrafen die Frage der Prisen und Reprisen. Es heißt da in dem Kom- merzientraktcit zwischen den Seemächten vom 22. August 1689:lZt comme plusieurs Kais, princos et IZswts cte w Lnretiente sont c^esja en Merre oontre Is lioi 1". L, et czu'ils ant clesja clokenclu ou äekencZiont äans peu taut Lvmmerce, avse les Lujets äu l?oi '5. L, ou si leurs V-usssimx et kAtimenls seront renoontrös, kaisant voile vers >es Ports, Iiavres ou Tactes, cie 1'obeisssnce äuclit I?oi 1". L, sous un soupyon appurent c!o vouloir trakiqner svec les