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Wirkungen des Krieges aus Ostasien. VI. Ostsibirien. 2. Harben und Wladiwostok, Sachalin und Kamtschatka
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36 Die wahre Stellung des polnischen Klerus znr katholischen Airche

Der einzige von japanischer Kontrolle freie Seezngang ist der über Niutschwcmg. Auch dort ist der Außenhandel schon überwiegend in japanischen Händen, Es entwickelt sich dort anscheinend ein neuer Kampfplatz für die sich gegeil das Vordringen Japans wehrenden Wirtschaftskräfte Chinas. Wie dieser Kampf entschieden oder beigelegt werden wird, ist heute noch nicht zu über­sehein An Chinas Knltur- und Wirtschaftsentwicklung zu zweifeln, haben wir' ebenso weuig, vielleicht noch weniger Berechtigung als zum Zweifel an Rußlands Wiederaufstieg, Ob und inwiefern sie freilich mit oder .gegen Japan geschehen, kann, das ist eine .Frage, über die sich heute noch nicht einmal Chinas führende Geister einig sind. Der deutsche Geschäftsmann aber muß in jedem Falle mit, den gegebenen Wirklichkeiten rechnen, und die zeigen ihm, daß Ostsibirien wirt­schaftlich heute von keiner anderen Macht in gleichem Maße abhängig ist wie von der japanischen.

Die wahre Stellung des polnischen Alerus zur katholischen Airche

von Dr, I, Tulvös, Archivrat (Berlin)

ieben polnische Bischöfe, an ihrer Spitze sogar zwei Kardinäle, Dalbor als Primas von Polen und Kakowski, haben in einem Telegramm an Papst Benedikt XV. vom 30. November 1920 eine Beschwerde gegen eine Verfügung des Kardinal-Fürstbischofs Adolf Bertram von Breslau erhoben; hierbei verstiegen sie sich zu dem Vorwurf der Unwahrheit:Obgleich sich Kardinal Bertram auf eine besondere Vollmacht des Heiligen Stuhls beruft", heißt es da,glauben wir doch, daß dies nicht dem wirklichen Such verhalt und den Absichten des Apostolischen Stuhles entspricht". In jener Verfügung vom 21. November 1920 hatte Kardinal Bertram jedem Priester und Kleriker in Oberschlesien strengstens verboten, sich ohne ausdrückliche Genehmigung des örtlich zuständigen Pfarrers an irgendwelcher politischen Betätigung zu beteiligen. Dabei hatte sich der Kardinal an drei Stellen des Erlasses ausdrücklich auf den Heiligen Stuhl berufen, ans eingehende Verhandlungen mit ihm, auf seine Approbation!

Die polnische Geistlichkeit fühlte sich durch das Vorgehen des Fürstbischofs an einer ihrer eigenartigen Schwächen getroffen. Diese stellt sich als Widerstand gegen die Obrigkeit, welcher Art sie auch sein mag, dar. sobald sie sich nicht den eng nationalistischen Wünschen des polnischen Klerus gefügig zeigt.

Gemeinhin glaubt man, bei den Polen eine tiefe Verinnerlichung mit der katholischen Kirche annehmen zu dürfen. In Wahrheit beherrscht das Gefühls­und Empfindungsleben des Polen ein allzu stark ausgeprägter Nationalismus,