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Weltspiegel
überrascht als ich Einblick in die Akten bekam. Meine ursprüngliche Auffassung erwies sich mir als unhaltbar. Deutschland hat auf den Weltkrieg nicht planmäßig hingearbeitet) es hat ihn schließlich zn vermeiden gesucht" — wird bei den Denkenden im Auslande schweres Gewicht haben. Auch die Verurteilung des deutschen Ubootkrieges ist nicht mehr aufrechtzuerhalten,' seitdem die Revue militairs nicht allein die militärische Berechtigung desselben anerkannt, sondern sogar das Gebot der Warnung eines feindlichen Schiffes vor der Torpedierung als „vollkommen ungerechtfertigt" dargetan hat. „Die Verwendung der Uboot- waffe als entscheidenden Faktor in dem verflossenen Weltkrieg war daher in jeder Weise gerecht." Den Engländern aber muß man die Stelle aus dem Balmoral- brief Sasonows des Jahres 1912 vor Augen halten, wo der englische König mit „fichtlicher Erregung" sagt, die „Engländer würden jedes deutsche Schiff, das ihnen in die Hände kommt, in den Grund bohren", woran der russische Minister die befriedigende Äußerung knüpft, daß diese Worte „augenscheinlich nicht nur persönliche Gefühle Seiner Majestät widerspiegeln, sondern auch die in England herrschende Stimmung in bezug auf Deutschland".
Die Forderung Deutschlands an die Entente, eine öffentliche Verhandlung der Schuldfrage zuzulassen, muß immer von neuem aufgestellt werden. Daneben soll sich der einzelne bemühen, durch Briefwechsel mit Angehörigen der feindlichen Länder in Verbindung zu treten, um an seiner Stelle das Gespenst der Camouflage, das für uns eine so furchtbare Gestalt angenommen hat, zu vernichten.
Weltspiegel
Deutschland als Ententekolonie. „Im Jahre 1850, sieben Jahre vor dem Aufstand, wurde das Einkommen in Britisch-Jndien auf 17 Pfennig den Kopf täglich geschätzt. Im Jahre 1882, eine Generation später, betrug das amtlich geschätzte Einkommen nur 13V« Pfennig, im Jahre 1900 ergab eine Untersuchung aller Einkommensquellen weniger als 2^/s Pfennig auf den Kopf täglich. Wie groß die wirkliche Verarmung des indischen Bauern oder läüdlichen Arbeiters in Britisch-Jndien heute sein mag, wenn das Einkommen der ganzen wohlhabenden Bevölkerung in den Städten und Bezirken Anglo-Jndiens abgezogen wird, vermögen sich kaum die Einwohner der ärmsten europäischen Staaten vorzustellen."
„Von der ganzen in Britisch-Jndien, d. h. in dem unter unmittelbarer britischer Herrschaft stehenden Indien, erhobenen Steuersumme geben wir nur 1 Penny auf den Kopf für Erziehung aus, und nur 1,9 °/° der Bevölkerung geht zur Schule. Die Verbesserungen der letzten 10 Jahre stehen nur auf dem Papier. Sogar in Rußland, einem sehr armen und rückständigen Lande, betrug die Ausgabe für Erziehungszwecke 7Vs Penny auf den Kopf, und die Schulkinder machen 4 bis 5°/° der Gesamtbevölkerung aus. Die Saumseligkeit der britischen Herrschaft in dieser Richtung wird noch durch die Tatsache tiefer gestellt, daß in dem Eingeborenenstaat Baroda im Jahre 1900 mehr als 8,6 7° der Gesamtbevölkerung eingeschult waren, während es nunmehr feststeht, daß 100 7° der Jungens im Schulalter in Baroda unterrichtet werden, gegenüber 21,5 in Britisch-Jndien und 81,6 7« der Mädchen gegenüber etwa 4 7°. Und doch nimmt das anglo-britische Regiment Indiens für sich in Ar.spr.uch, eine zivilisierte uud hochfortschrittliche Verwaltung zu sein." !i" . " -> ! ^ /! ! /