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Den geraubten Vrüdern
Bevölkerung zum Losschlagen zu bringen, um dann den Spieß umzudrehen und in dem Terror der Deutschen gegen die polnische Bevölkerung den an der Grenze stehenden Polnischen Truppen den Vorwand zum Einmarsch zu geben. Bis zum Augenblick, wo diese Zeilen geschrieben werden, ist dies den Polen und Franzosen nicht gelungen. In England wie in Italien hat man. das französisch-Polnische Lügenspiel anscheinend erkannt, man verurteilt das Vorgehen der Polen aufs schärfste und erklärt, in keinem Falle sich vor vollendete Tatsachen stellen lassen zu wollen.
Gebe Gott, daß dem noch so ist, wenn diese Zeilen vor der Öffentlichkeit erscheinen.
Den geraubten Brüdern!
von Paul ZVarncke
Ihr Brüder, o ihr lieben,
In Nord, Süd, Ost und West,
Die ihr hinausgetrieben,
Bleibt stark, bleibt treu, bleibt fest!
Und mußten wir auch leiden Die Trennung bitterschwer: Sie können Länder scheiden, Doch Herzen nimmermehr.
Seht: ob aus tausend Wunden Der Mutter Herzblut bricht, Seht, ob wir stehn gebunden, So lassen wir euch nicht!
Sie, die uns Sklaven heißen, Sie können wohl vom Reich, Vom deutschen Land euch reißen, Doch Deutschland nie von euch!'
Denn was euch immer stehle Der gierigen Räuber Hand, Ihr tragt ja in der Seele Das liebe Vaterland.
Mit goldenen Morgenröten Kommt neuen Tages Licht — Sie können Menschen toten, Allein Gedanken nicht!
Und wenn euch nichts sonst bliebe, Euch bleibt und uns doch das: Lebendig bleibt die Liebe, Lebendig wird der Haß!
Der Haß, der heiß und glühend Aufglimmt in eurer Not, Bis einst er flammensprühend Hochauf zum Himmel loht
Und was von deutschem Stamme, Und was von deutschem Geist In seiner mächtigen Flamme Herrlich zusammenschweißt!