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Kaiserin Auguste Viktoria †
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poincare und Marokko

Schlagen Sie mir eine andere Politik vor, und ich will sie ehrlich und vorurteilsfrei mit Ihnen diskutieren; aber eine Passive Planlosigkeit, die froh ist, wenn sie in Ruhe gelassen wird, können wir in der Mitte von Europa nicht durchführen, sie kann uns heut ebenso gefährlich werden, wie sie 1805 war, und wir werden Ambosi, wenn wir nichts tun, um Hammer zu werden. Bismarck.

poincare und Marokko

von (!), G. von !veseudonk

nter den drei Generalen, die vor kurzem die französische Marschalls­würde bekommen haben, befindet sich auch der Generalresident von Marokko, General Lyauteh, der bereits Mitglied der französischen Akademie ist. Seine literarische Begabung hat er soeben in einer in derRevue des Deur. Mondes" veröffentlichten, recht ansprechenden Neiseschilderung ans Griechenland und der Türkei 'erwiesen, die freilich bei anderen Sterblichen, auch im Zusammenhang mit sonstigen Veröffeirtlichungcn, wie der Schrift über Sndmadao.uskar, nicht ausreichen würde, nin ihnen einen Sitz unter der Kuppel des Instituts von Frankreich zu sichern. Aber die Verdienste des Generals liegen auf anderem Gebiete. Bei dem Erwerb und der Erhaltung des marokkanischen Besitzes Frankreichs hat der General zweifellos eine ganz hervorragende Rolle gespielt. Die Methoden, die er anwendet, werden freilich nicht jedem Kolonialpolitiker zusagen, nnd bei einem Vergleich mit dem im Versailler Frieden als reiner Vorwand zur Fortnahme der deutschen Kolonien gebrandmarktcn Vorgehen der Deutschen würde die Protektoratsverwaltnng von Rabat mit ihren Schädelpyrannden und Hinrich­tungen kaum günstig abschneiden. Die Auffassung, die gewisse französische Kreise von dein Verhältnis zu den Marokkanern hegen, kennzeichnet der Vorschlag, der einem im übrigen äußerst cntentefreundlichen Westschweizer in Marrakesch auf seinen Wunsch, Jaadgelcgenheiten zu finden, von Offizieren des arabischen Bureaus ge­macht wurde, er solle doch an einen? Kesseltreiben gegen einen Berberstamm teil­nehmen, das sei erheblich unterhaltender als eine gewöhnliche Jagd. Mit Getvalt und Schrecken sucht der Generalresident die Achtung vor der Macht Frankreichs zu verbreiten, und mit ähnlichen Mitteln hat >er auch die Deutschen aus dem Scherifen- reiche zu vertreiben gewußt. Man wird es dem General im deutschen Volke nie vergessen, wie er beim Ausbruch des Krieges unter dem Bruch der feierlichen Zu­sage, sie in ein neutrales Land zu schaffen, die deutschen Bewohner der französischen Zone Marokkos nach Algerien in Gefangenenlager bringen ließ, und wie er gegen angesehene Mitglieder der deutschen Beamtenschaft und des Kaufmamisstcmdes mit Militärgerichtsverfahven vorging, die ohne sachliche und rechtliche Begründung Todesurteile und Zuchthausstrafen verhängten.

Immerhin, für Frankreich hat General Lyautey etwas geleistet, wenn er auch seine Tätigkeit in Marokko bisher hauptsächlich auf das militärische Gebiet beschränkt