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Offener Brief an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Mr. Harding
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Gedanken eines Deutschen

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für die vollständige Versklavung Deutschlands und seines Ausfuhrhandels in englisch-französischer Zwangsherrschaft günstig gestimmt werden. Es ist ein völlig neuartiges Experiment, wie ein Land, dessen Zahlungsbilanz vernichtet und dessen Finanzen bis zum letzten Pfennig für die konfiskatorischen Ziele seiner bisherigen Feinde ausgesogen werden sollen, überhaupt noch leben und etwas erarbeiten kann. Die Nationalökonomie und der Bolschewismus werden an diesem bevorstehenden Zauberkunststück großes Interesse nehmen, jedoch wird der praktische Gewinn des Bolschewismus und der theoretische Gewinn der Nationalökonomie aufgehoben werden durch erstaunliche Verluste des tatsächlichen Wohlstandes der Menschheit.

Das deutsche Volk wünscht nichts anderes als zu arbeiten. Arbeiten vermag nur, wer die Früchte seiner Arbeit auch genießt, nicht wer auf unab­sehbare Zeit und in satanischem Grade fremdländischen Ausbeutern zu fronen gezwungen ist. Amerika ist seiner Macht nach in der Lage, Deutschland die Freiheit zur Arbeit wieder zu eröffnen und erscheint infolge des Rechtsoerrats, der in Versailles wie neuerdings in Paris, vorfiel, berechtigt und infolge seiner eigenen Teilnahme am Krieg sogar verpflichtet, die Entwicklung der Völker zu einem neuen Organismus der Arbeit zu leiten. Dahin weist auch das ameri­kanische Interesse und das amerikanische Ideal. Wirtschaft bildet immer den materiellen Körper der geschichtlichen Entwicklung,' der menschliche Geist vermag indeß keinen Körper zu bilden ohne Ideale, die praktisch anwendbar und nützlich, aber zugleich viel mehr als der unmittelbare Nutzen sind. Die gespannte Erwartung, mit welcher der Antritt Ihrer Regierung, Herr Präsident, von allen Angehörigen der zivilisierten Welt begleitet wird, beruht auf dem Gefühl, daß es für den Führer der Neuen Welt heute ähnlich schwierig, aber auch ähnlich folgenreich sein dürfte, die neue Welt mit der alten zu verknüpfen wie einst für Kolumbus. Dr. Fritz Kern, Professor der Geschichte

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Ansprache an einen Hainburger Kreis Dezember t?20) von Großadmiral von Tirpitz

^eine Herren! Ich danke Ihnen zunächst für den sehr freundlichen Empfang, der mir hier geworden ist, und fiir die freundlichen Worte, die Ihr Herr Vorsitzender vorhin gesprochen hat.

Wenn ich früher nach Hamburg kam, so war es mir eine . ganz besondere Freude, denn vieles zog mich hierher. Ich habe meine schönsten' Jugendjahre in Hamburg verlebt. Damals, als 1»66 Gablenz über die Elbe ging, war ein vor Altona hingelegtes Wachtschiff in Vergessenheit geraten, auf diesem war ich mit zwei anderen Offizieren nach dem Kriege 1870/71 eingeschifft, und wir genossen von dieser Stellung aus die junge Neichsherrlich - keit in vollen Zügen. Ich kann nicht verhehlen, daß heute doch ein erhebliches Maß von Bitterkeit in meiner Seele ist, und ich habe daher der Aufforderung Ihres Herrn Vorsitzenden nicht ganz gern entsprochen. Dazu kommt, daß ich so