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Drinnen und draußen
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Drinnen und draußen

.Ihr seid alle in einer Art Narkose/ sagte ich bei meinem Abschied zu meinen alten Bekannten, ,ihr seid in einem Dämmerzustand und habt gar kein Gefühl für eure Erniedrigung! Euch fehlt eins: Ganz Deutschland muß vom Feinde besetzt werden, und zwar möglichst nicht von den scheinheiligen Engländern, die ihre Gefühle zu verbergen verstehen, sondern von den Franzosen, den Belgiern, den Polen, damit ihr endlich wach werdet, damit der Geist Scharnhorsts und Blüchers wieder bei euch einzieht, ihr euch aufrafft und eurer Kraft bewußt werdet. Nehmt euch ein Beispiel an den Russen, den Türken, den Jrländern! Die kämpfen um ihre Freiheit. Ihr gefallt euch in eurer Sklaverei!'"

Mulay yassan

A)as war, wird wieder fein, fönst wär' es nie gewesen

Die Erinnerung an die Vorzeit sollte dazu dienen, den Glauben aufrecht­zuerhalten, daß auch uns das Glück wieder lächeln kann. Wären wir eine stolze Nation, wir würden jetzt Jubiläumsfeiern, nicht nur für den 2. September, sondern auch für den 18. Oktober allerorten einrichten. Aber es soll dagegen in Deutsch­land Leute geben, die gar nicht wissen, was der 18. Oktober bedeutet! Wir sind nicht stolz, aber gute Kerle im Grunde. Wir Pflegen die Gräber der toten Franzosen selbst die llberwachungskommission muß uns das bescheinigen während die Franzmänner die Gräber unsrer Krieger sogar im Elsaß dem Erd­boden gleichmachen, die Grüfte aufreißen und die Schädel deutscher Krieger für Museen und Raritätenjäger sammeln. Die französische Nation hat wirklich bis zum letzten Atemzug ihre Volkskraft dem einen Ziel des Sieges gewidmet. Hätte sie nun das Wunder vollbracht, die Fehler ihrer Tugenden abzulegen und Maß zu halten im Erfolg, so würde ihre Zukunft gesichert sein. Jetzt aber gräbt sie sich langsam ihr eigen Grab, und die deutsche Nation wird auferstehen. Ihr fragt mich, wie? Arbeitet, ohne zu fragen! Jetzt schläft der Kaiser zum zweitenmal im Kysfhäuser, dessen Schlüssel Marschall Foch behütet, und krächzende Parteiraben umflattern ihn. Die Zukunft, die uns Alten noch zu leben übrig bleibt, ist so unerträglich, führt in solche dunklen Abgründe und Schluchten, daß das deutsche Volk von neuem an das Wunder glauben und darauf hoffen wird. Die Franzosen sprechen vomWunder der Marne" und errichten der heiligen Jungfrau von Orleans die Denkmäler, die ihr noch fehlten, als Schiller sie besang. Friedrich der Große verkündete einige Tage nach Kuners- dorf seinem Bruder dasMirakel des Hauses Brandenburg". Größer war unser Fall. Das Wunder kann nicht kleiner sein. verrina

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Drinnen u

Zur Volksabstimmung in Körnte» wird uns geschrieben: Die Frage über das Schicksal Kärntens steht vor ihrer Entscheidung. Die , endliche Ratifizierung des FriedenSvertragcs von St. Germain bedeutet auch den Anfall jener dreimonatigen Frist, innerhalb deren die Volksabstimmung über die umstrittenen Gebiets­teile Kärntens durchgeführt sein muß.

Ohne der letzten Endes beim Volke allein liegenden Entscheidung vorzugreifen, kann heute doch schon gesagt werden, daß, wenn

d draußen

die Lösung der Kärntner Frage sich logisch nach den tatsächlichen, von Natur aus ge" gebenen Verhältnissen und infolge richtige" Abschlusses ihrer bisherigen Entwicklung voll­zieht, 'sie auch im Sinne der natürlichen Einheit und Geschlossenheit des Landes, also seiner politischen und wirtschaftlichen Unteilbar­keit erfolgen kann.

Auch hier wird die Natur und der in den Verhältnissen des Landes selbst liegende Sinn, also die innere Wahrheit der Dinge,