Der Bürger
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Stellung des Feindes ?ein genaues Bild. Hier Rauchschwaden von Explosionen, dort Qualm aus den unzähligen Schornsteinen aller Größen, gleich einer riesigen Fabrikstadt, da künstliche Nebelbänke von Zerstörern nud kleinen Kreuzern, all dieses, untermischt mit dein Wasserstaub von ununterbrochenen Geschoßeinschlägen, verhüllte die Bewegungen der Geschwader mit dichten Schleiern, Nur für Augenblicke taucht aus den: Dunst das Wrack der „Jnvincible" auf. Unsere Spitze liegt unter schwerstem Geschützfeuer, „Lützow" hat starke Schlagseite, sein Bug ist tief eingetaucht. Weitab ist „Wiesbaden" sichtbar, manövrierunfähig auf der Stelle liegend, stark in Rauch gehüllt; nur das Hinterschiff ist zu erkennen, von wo noch ein Geschütz feuert, das einzige, das unbeschädigt war. Ununterbrochen wird sie vom Feind unter konzentrisches Feuer genommen. Man sieht, wie aus der „Wiesbaden" ganze Teile von den vielen einschlagenden Geschossen gerissen werden, aber trotz alledem, ihr Geschütz schweigt nicht. (Forts, folgt.)
Der Bürger
Wenn Untergangstoben das Land durchgellt, Sind wir zu erwachen verpflichtet? „O rühret nicht an den Schlaf der Welt!" Hat Hebbel schon gedichtet.
Mit Politik und so was verplefft Bloß Narrenvolk seine Gaben,' Wir wollen, nach gelung'nem Geschäft, Vor allem Ruhe haben.
Was diese Regierung immer versiebt, Und was sie immer forder' — So lange es noch Ordres gibt, Solange parieren wir Ordre.
Der Bürger, dem nach altem Brauch Schlafrock und Mütze gehören, Läßt sich in seiner Nachtruhe auch Nicht gern bei Tage stören.
Wohl gähnt ihn die Vernichtung an, Die Sterne sind verglommen — Da muß doch auch den Bürgersmann Ein Gähnen überkommen.
Zeigt fünf Minuten vor zwölf die Uhr, So preßt er gähnend aufs Mündchen Das annoch fleischige Händlein: „Nur Ein kleines Viertelstündchen!" Pcmdur