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Europäische Kultur? Europäische Politik?
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Pfui den widerwärt'gm Schwelgern!" klirrt J^i das Traumbild da Minister Wirth. Faule Prasser sind sie!" Ihn zu lohnen, Krächzen links zwei Aufgescheuchte:Drohnen!" Und der Traumulus schreit freien Sinnes, Tiefempört:Sehr richtig! Stinnes! Stinnes!"

So entdeckt man in des Reichstags Zonen,

Wo die Schädlinge und Drohnen wohnen. pandur.

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Europäische Kultur? Europäische Politik?

Oon Fritz Kern

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ls im Herbst 1914 Deutschland und die Entente um die Seele Italiens rangen, verstummten einer nach dem andern alle die Männer der Politik und der Wirtschaft, die bisher ihr sonnenreiches Vater­land nach dem deutschen Norden orientiert hatten. Nur eine kleine Gruppe vonTriplicistm" hielt dem verfemten Deutschland bis zu­letzt die Treue, Denker und Gelehrte, Schüler und Freunde der deutschen Kultur. Es war ein Häuflein von etwa 90 ersten Männern der Wissenschaft und der Feder, die in ihrem im Winter 1914/15 gegründeten BlattPro Jtalia nostra" die Neu­tralität Italiens (mehr konnten sie nicht fordern) verfochten. Die ententistische öffent­liche Meinung des Cafe Aragno gab dein Häuflein bald den Namen des(üomitato äsilv inarits clvi mogli t,ec!oK<M", ein beißendes Scherzwort, das sich nur an­deutend übersehen läßt mitAusschuß der Pantoffelmännchen deutscher Ehefrauen". In der Tat hatten sich nicht wenige dieser mittclmeerländischen Bewunderer deutscher Wissenschaft auch nordische Gattinnen geholt. Aber der Spott traf vorbei. Der fenrige Literat Cabasino Nenda, der sich für Deutschland duellierte, hatte eine Tochter Hespcriens zur Frau; unvermählt war Cesare de Lollis, Professor an der Universität Rom, der, als ihn schäumende Studenten vom Katheder reißen wollten, mit beiden Füßen auf das Pult sprang und die Wahrheit über Deutschland um so lauter in die Menge deklamierte; vor allem aber konnte nichts echter italienisch sein, als die Führergestalt dieser tapferen Ehrenmänner, Benedetto Croce, der Senator und anerkannte größte Mann des Geisteslebens im heutigen Negno.

Als Ende März 1915 in seinen, Patrizierpalast i» der Altstadt von Neapel während die Mittagsglnt abgedämpft durch halbgeschlossene Fensterläden über kühle Marmorfliesen und die zahllosen Pergamentrücken einer flüchtig geordneten vielsprachigen Bibliothek strich Benedetto Croce mir entgegentrat, der untersetzte Mann mit dem unschön vierschrötigen Kopf, der eine Welt von Wissen und Können in sich herumträgt, begann der große Hegelianer realistisch das Gespräch mit einer Satirc auf die Kulturhetze gegen Deutschland.Ich habe meinen Freunden schon