Die jüngste Weltschiffban-Statistik nnd ihre Lehren
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Die jüngste IDeltschiffbau-^tatistik und ihre Lehren
von Dr. Rich, Hennig, Professor an der verkehrshochschnle Düsseldorf
ürzlich ist wieder das alljährliche Lloyd-Negister erschienen, das die Tätigkeit im Weltschissbau, nach Ländern geordnet, übersichtlich zusammenstellt. Ehedem, in den Vorkriegszeiten, fanden diese Statistiken außerhalb der Fachkreise verhältnismäßig wenig Beachtung, denn die Zahlen schwankten von einem Jahr zum anderen nur wenig auf und ab, und die Reihenfolge der Länder innerhalb der Liste blieb, wenn man sie nach der Größe ihrer Schisfbauleistnngen ordnete, jahraus jahrein ungefähr dieselbe.
Jetzt, nach dem Kriege, liegen die Dinge wesentlich anders. Es herrscht ein wildes Auf- und Niederwogen der Zahlen; von vielen Ländern läßt sich schwer oder gar nicht vorher abschätzen, wie ihr Schiffban im Vergleich mit anderen Nationen abschneiden wird, nnd zum Teil hat sich geradezu ein Wettrennen um einen möglichst hohen Platz herausgebildet, wie man es ehedem nicht kannte. Den Schiffbanzahlen kommt heute auch eine unzweifelhaft politische Nebenbedeutung zu, denn der Kampf um den Seehandel weist nach dem Kriege unverkennbar ein intensiveres, man möchte sagen: fieberhafteres Gepräge auf als vorher, zum mindesten in dem Verhältnis des führenden europäischen Schiffbaulandes England zu seinen schärfsten Konkurrenten. Wie sehr England, das jahrzehntelang weit über die Hälfte aller Schiffe der Erde baute, und mit ihm ganz Europa durch den selbstmörderischen Krieg cmch inbezug auf den Schiffbau gegenüber den führenden außereuropäischen Schiffbauländern ins Hintertreffen geraten ist, das lehrt am besten eine Gegenüberstellung der Reihenfolge der einzelnen Staaten nach den quantitativen Leistungen ihrer Werften im letzten Friedens- jcihr 1913 und im ersten Friedensjahr 1919. Diese Reihenfolgen ergeben dann.
Bild:
1013
ISIS
Großbritannien
Ver, Staaten
Deutschland
Großbritannien
Wer. Staaten
Japan
Frankreich
Brit. Kolonien
Niederlande
Niederlande
Hsterreich-Ungarn
Italien
Japan
Norwegen
Norwegen
Spanien
Italien
Schweden
Brit. Kolonien
Dänemark
Dänemark
Frankreich
Schweden
China
Belgien
Deutschland
Nußland
Portugal
China
Belgien
Spanien
Griechenland