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Die politischen Testamente Friedrichs des Großen
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2gg Ursache und Wirkung

Nur ein Weg, sah er, konnte zum Ziele führen: die Vergrößerung und Abnu-.dung der Monarchie. Er war kühn genug, ihn seinen Nachfolgern zu weisen und bereits die Grenzen des künftigen Staates zu ziehen. Gelangten seine stolzen Pläne alle zur Ausführung, dann erhob sich Preußen in Europa wie eiu wuchtiger, massiver Block, fest in sich und auf seiner Kraft beruhend, trutzig und fnrchtgebietend. Dann mochte Preußen, wie Friedrich sehnend hosfte, zn einer der bedeutendsten Mächte des Kontinents" werden und auchan Lebenskraft die ältesten Monarchien überdauern". Dazu gehörten freilich, wie er als Vorbedingung hinzufügte, tatkräftige Herrscher, ein gnt diszipliniertes Heer, geordnete.Finanzen und eine Staatskunst, die günstige Gelegenheiten klug und geschickt auszunutzen verstand.

Kühn aber auch, wie Alexander, hieb der König mit dieser Lösung des Problems den gordischen Knoten in der Mitte durch. Was ihn dagegen von dem mazedonischen Helden unterscheidet, ist der bedeutsame Umstand, daß nicht die Leidenschaft und maßlose Eroberungssucht ihn stachelten. Weit ausgreifend und doch mit zielbewußter Beschränkung legte er die Grenzen des nenen Reiches fest, das, wie wir nicht vergessen dürfen, nur deutsches Land umfassen sollte; denn auch Westpreuszen war altes Ordensland. Ja, unter dem frischen Eindruck der überstandenen großen Gefahren des Siebenjährigen Krieges hat er im Testament von 1768 feine Nachfolger sogar vor übereilten, verhängnisvollen Entschlüssen eindringlich gewarnt, indem er als ersten Gesichtspunkt die Behauptung der Monarchie hinstellte und erst in zweiter Linie von ihrer Vergrößerung sprach.

Der unter schweren Mühen und Nöten gebaute Staat ist heute zusammen- gebrochen, aber, wie wir mit fester Zuversicht hoffen, nicht begraben. Friedrich spricht, des sind wir gewiß, auch zu den kommenden Geschlechtern.

Ursache und Wirkung

von Ministerialdlrektor z. v. Dr. Hans Meydenbauer !ie Händler rüstn: Nur das freie Spiel der Kräfte kann uns wieder ! hochbringen, wem verdanken wir unsern Aufstieg? Nur der wagemutigen Arbeit unserer großen Kaufleute und Industriellen! Drum weg mit bürokratischer Engherzigkeit und Einschnürung. Der ^ Ruf wird nicht schwächer, obwohl die letzten Monate des freien Handels durch das Loch im Westen seine Nichtigkeit doch etwas zweifelhaft gemacht haben. Das ist nicht böser Wille, auch nicht nur eine Verwechslung des eigenen Geldbeutels mit dem des Staates. Es spielt wenigstens bei den Gut­gläubigen eine Verwechslung von Ursache und Wirkung hinein, die sich auf dem Gebiet der politischen Schlagworte öfier beobachten läßt.

Die demokratischen Parteien rufen: Nur Freiheit und Gleichheit der politischen Befugnisse wird die Kräfte frei machen, die aus unsrem Jammer wieder hinausführen. Wir müssen das demokratischste Volk der Welt werden, das Wahl'