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Neudeutscher Gemeinsinn
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Zwanvswirtschaft und Sozialisicrung

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Persönlichen Auslesemethoden so zu verquicken und zu ergänzen haben, daß Arbeitsgemeinschaft, die immer im Sachlichen und Persönlichen zugleich begründet ist, zu höchster Entfaltung zu kommen vermag.

Dieser Lsistungswille des Neudeutschtums ist die wahre Eisenkur, die uns aus der Erschlaffung und Versumpfung des Zusammenbruches herausreißen kann. Mit diesen harten Mitteln allein kann ein tragsnhiger Untergrund für eine deutsche Zukunft geschaffen werden. Ob darauf dereinst trächtige Kultur erwachsen wird, ob wir uns endgültig zur Zivilisation beschickn haben, darf und soll nicht vorausberechnet, sondern gläubig und vertrauend erwartet werden. Bewußtem Wollen unterliegt nur der Zivilisationsbereich, den dies neudeutsche Leistungssystem absteckt, um ihn einer sehr rauhen Zukunft abzutrotzen. Jedem Einzelnen fällt die Absage an das rostende Erbe einer zu überwindenden Daseinsform, die entschlosseng Ausprägung persönlichen Neudeutschtums schwer genug. Aber es geht heute nicht um romantische Sentimentalitäten. Wenn der Weltkrieg keine Ähule nendentscheu Willens gewesen ist, dann ist der Verfall jeder deutschen Daseinsform unaufhaltsam.

Zwangswirtschaft und Tozialisierung

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von !Uax Lonrad

althcr Nathenau bezeichnete sich in einein Vortrage über die Kriegs­rohstoffversorgung, der auch im Buchhandel erschienen ist, selbst als den Begründer der Zwangswirtschaft, und er nimmt dies wohl mit Recht für sich in Anspruch. Die Initiative, die er im Herbst 1914 durch seine bekannten Schritte beim damaligen Kriegsminister v- Halkenhciyn und seine darauf folgenden Gründungen von Organisationen zur, Kriegsrohstoffversorgung gegeben hat, kann ihm jedenfalls nicht abgesprochen werden. Nathenau soll nun selbst erklärt haben, bei seinem Vorgehen habe ihm das Beispiel Josephs m Ägypten vorgeschwebt, der den Pharao überredet habe, rechtzeitig für die Zeiten der Not zu sammeln. Es ist interessant, daß uns neuerdings geschichtliche Dokumente belehren, daß die Erzählung von Joseph in Ägypten höchst wahrscheinlich historischen Untergrund hat. Sie scheint mit den Begebenheiten unter Cheops identisch zu sein. Allerdings erscheint nach diesen von nicht jüdischer Seite stammenden Überlieferungen der geschichtliche Hergang in ganz anderem Lichte: Zum Pharao Cheops (2500 vor Christi) kamen landfremde Männer, charakterisiert durch gebogene Nasen, und überredeten den König, daß er selbst allen Handel im Lande an sich nehme. Der Pharao wurde unermeßlich reich, nber cm Ende seiner langen Negierung war das ägyptische Volk arm und die Acker unbestellt. Sein Nachfolger Chefren setzte sein System fort. Beide hinter­ließen Pyramiden, die größer waren als alle ihre Vorgänger und Nachfolger, und die Zeugnis ablegen für den unermeßlichen Reichtum der beiden Pharaonen, nicht aber für den Reichtum ihres Volkes, das vorher eins blühende Periode