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Enthüllungen des Prinzen Sixtus von Parma
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Enthüllungen des Prinzen Sixtus von Parma

ie imDaily Telegraph" vom 3. bis 6. Januar und in der Pariser WochenschriftOpinion" unter Beigabe von Faksimiles der beiden wichtigsten Dokumente erschienenen Enthüllungen über die Friedens­schritte der Prinzen Sixtus und Xaver voll Parma im Frühjahr 1917 bestätigen in erster Linie, was Eingeweihte schon seit geraumer Zeit wußten, daß nämlich im Jahre 1917 von seilen des österreichischen Kaiser- Hauses ernsthafte Schritte zur Herbeiführung eines Friedens, mindestens aber eines Sonderfriedens für Österreich-Ungarn, unternommen worden sind. Der von Cleinenceau im April 1913 in der französischen Kammer verlesene Brief Kaiser Karls, der von österreichischer Seite für gefälscht erklärt wurde, ist danach durchaus echt. Der Kaiser selbst hat, nachdem er sich in Homburg vergeblich bemüht hatte, den deutschen Kaiser für mäßigere Friedeiisbedingungen zu gewinnen, offenkundige Versuche gemacht, sich von Deutschland loszulösen, ein Umstand, der jetzt wahrscheinlich ihm (und den Engländern) dazu dienen soll, die Habsburger für durchsichtige Zwecke wieder zu rehabilitieren, worin der Hauptzweck dieser Veröffentlichungen zu suchen sein wird. Die Rolle, die Czernin bei diesen Ver­handlungen gespielt hat. ist nicht ganz klar, doch kann man bei gutem Willen recht wohl annehmen, daß er über Ziel und Verlauf der Verhandlungen vom Kaiser getäuscht worden ist. Die Einzelheiten dieser Friedensvermittlungsaktion sind bereits durch die Tagespresse und.,besonders ausführlich' in derDeutschen Politik" vom 30. Januar besprochen worden.

Interessanter noch als diese letzten Endes bereits historisch gewordenen Angaben über die Friedensschritte sind diejenigen, die sich mit den allgemeinen Politischen Äußerungen der leitenden Staatsmänner befassen, die ja auch für die nächste Zukunft noch Gültigkeit haben werden, und deren Bekanntwerden zum Verständnis der Kriegspolitik der Entente wesentlich beitragen wird. Die Veröffentlichungen müssen im großen ganzen, wenn nicht dem Wortlaut, so doch durchaus dem Sinne nach, als authentisch gelten, und wenn Ribot den Versuch gemacht hat, ihre Glaubwürdigkeit herabzumindern und der französische Botschafter in Rom angesichts der Verstimmung der italienischen Presse eigenmächtig erklärt Grenzboten 1V20 S