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Mitteilungen der Deutschen Volksräte Posens und Westpreußens, Nr. 17
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241
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Mitteilungen

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Verantwortlich: Carl Georg Bruns

Nr. 17

Schriftleitung: Bromberg, Weltzienplatz !>"

Fernruf?!r. 321

2. Juli 1919

Inhalt: Ende und Anfang Materialien zur ostdeutschen Frage: Deutsche Abende.

Deutsch-Polnischer Ausgleich. Die Unterdrückung der Deutschen in Kongreßpolen, ein lehrhafter Vorgang für die Ostmarkdeulschen Aus den deutschen Vvlks- räten Pressestimmen Kleine Nachrichten.

Ende und Anfang

Es scheint uns unmöglich, daß feierliche Erklärungen der Regierung und der Parteien gebrochen werden sollten, jetzt, wo es sich zeigen soll, daß hinter den Worten auch der unbeugsame Wille zur Tat stand. . . . Die neuen Bedingungen sinddiese Bedingungen", deren Unannehmbarkett für Regierung und National- Versammlung nnfragiich feststand. , . . Und wenn die Entente in allen anderen Punkten restlos auf die deutschen Gegenvorschläge eingegangen wäre, diese Forderung (die Abtretung der Ostmarken) allein macht es für jede deutsche Negierung zur unabweisbaren Pflicht, dem Friedensvorschlag der Gegner ein durch nichts zu erschütterndes .Nein' entgegenzusetzen."

So hieß es an dieser Stelle in der letzten Nummer derMitteilungen". Unterdessen sind die Ereignisse mit rauher Hand über unsere Hoffnungen und Forderungen hinweggegangen. Wenn diese Zeilen gelesen werden, dann ist in Versailles die Abtretung der dentschen Ostmarken durch deutsche Unterschrift be­siegelt. Es ist zwecklos, Unabweisbares zu beklagen. Es liegt uns fern, in der schwersten Stunde des deutschen Volkes Gegensätze zu schaffen uud zu vertiefen. Aber die einfache Pflicht der Ehrlichkeit gebietet es uns, festzustellen, daß wir über den Entschluß der Nationalversammlung und der Reichsregierung nicht nur den tiefsten Schmerz empfinden, sondern es muß offen gesagt werden, sonst frißt der Gedanke unter der Oberfläche fort daß wir uns vom dentschen Reiche ver­raten fühlen.Die Bevölkerung der östlichen Provinzen Preußens soll überzeugt sein, daß die Negierung der Republik das Äußerste aufbieten wird, um diese Ge- sichr abzuwehren." ^-o hieß es in der Kundgebung der Neichsregierung und der Preußischen Negierung vom 8. Mai. Wir sind nicht der Ansicht, daß die Negierung das Äußerste aufgeboten bat. Das Äußerste war die Ablehnung der schmachvollen Bedingungen, und wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die Ablehnung ein aussichtsvoller Weg war.

Das deutsche Reich hat uns nicht das Maß Treue gehalten, das wir von UM erwarten zu müssen glaubten. Wir wollen heute keine Anklage erheben, ^tber gerade wenn wir die Hoffnung auf weiteren innigen Zusammenhang mit dem gesamten deutschen Voltstum nicht fahren lassen, dann ist es nötig, dasz man trn Reiche weiß, wie wir denken. Gewiß,' wir wissen, daß die Entscheidung, die tn Weimar getroffen werden mußte, den Beteiligten schwer geworden ist. Aber sie billigen! Nein, das können wir nicht.

Und nun? Es ist hier nicht der Platz auszuführen, welche Hoffnungen wir M Grabe gelragen haben. Aber das eine sei doch gesagt, daß niemand sich der -Müne zu schämen braucht, die er erwogen hat zum Schutze unseres Volkstnms. Und was wir weiter planen und sinnen werden, das soll auch in Zukunft nur

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