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Ägypten
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

Finanzverwaltung, die mit allen Fehlern des Orients behaftet sein würde Ägypten hat Proben davon erlebt sei nicht fest genug, als daß die Tätigkeit der Engländer ans diesem Gebiet entbehrt werden könnte. Aber wofür aller­dings gesorgt werden tonnte, ist, das; mehr Rücksicht auf ägyptische Wünsche genommen wird, und daß das ägyptische Parlament mehr Einfluß auf die Ver- waltungsziele bekommt. Ägypten dürfe nicht Grund zu der Annahme haben, daß über sein Geschick in Downing Street entschieden werde, und daß England es, anstatt als dem Völkerbund verantwortlich, nur als sein Eigentum verwaltet. Charakteristisch ist dann der Rat, mit der Unterrichtstätigkeit aufzuhören, um nicht noch mehr Unzufriedene zu erziehen. Der Sinn ist natürlich der, daß die Engländer unentbehrlicher sind, wenn es an hinreichend vorgebildeten nationalen Beamten mangelt. Es ist wahrscheinlich, daß diese anscheinend uuschuldige kleine Insinuation alsbald, und wenn es nur durch die Berufung miserabler Lehrer wäre, tatkräftig ins Werk gesetzt wird, um die Ägypter dauernd im Zustande der Unmündigkeit zu erhalten.

Wie weit sich die ägyptischen Unabhängigkeitsansprüche schon jetzt dem Scheine nach oder wirklich durchsetzen lassen werden, hängt natürlich von dem Interesse ab, das die andern Weltmächte daran haben, England an dieser schwachen Stelle Ungelegenheiten zu bereiten. Daß sich die Ägypter allein durch­setzen werden ist nicht anzunehmen, dazu sind Englands tatsächliche Verdienste um die Verwaltung des Landes trotz aller unerfreulichen Nachkriegs­erscheinungen doch zu groß, seine Mittel zu gewaltig und seine Mitwirkimg wahrscheinlich wirklich unentbehrlich. Aber eine schwache Stelle bleibt es einst­weilen im festgefügten Bau des englischen Weltreiches und eine ganz reine Freude werden die Engländer auch in den nächsten Jahrzehnten nicht an Ägypten haben.

Menenius

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Maßgebliches und Unmaßgebliches

Der Verlust unserer Wälder durch den Frieden von Versailles. Es ist eine sehr beklagenswerte Tatsache, daß die große Mehr­zahl der Zeitgenossen über die entsetzlichen Einbußen ideeller und materieller Natur, die der Friedensvertrag von Versailles unserm Vaterlande zugefügt hat, noch sehr wenig unterrichtet ist. Am meisten bekannt sind Wohl noch unsere ungeheuren Verluste an Kohlen, Eisenerzen und Kalisalzen sowie die erheblich verringerten Anbauflächen der wichtigsten Körner- und Hackfrüchte (Roggen, Hafer, Kartoffeln, Zuckerrüben). Weniger bekannt sind die Einbußen der natürlichen Wasserkräfte, vor allem durch die Jnternationalisierung des Rheins. Aber auch der Verlust an Holzertrag ist durch den Frieden ganz außerordentlich groß. Was das für die Wiederaufrichtung der Lebens­möglichkeiten, für die Bautätigkeit, für den

Bergbau usw. bedeutet, ist bisher Wohl den wenigsten klar geworden, weil sie die Größe des Verlustes noch nicht kannten. Nach der Preußischen Statistischen Korrespondenz" des Landesamtes zu Berlin (Jahrgang Nr. 32) würden an Nutzholz unter Zugrundelegung der Forststatistik von 1913 im abzutretenden Gebiete Preußens zirka 200 000 Festmeter Laubholz und 1^ Millionen Festmeter Nadel­holz, d.h. 8,42 bz. 13,22 v. H. des Gesamt- crtrages in Preußen als Verlust zu zählen sein. Rechnet man dazu noch 1 Million Festmeter an Brennholz und Millionen an Stock- und Reisholz, so beziffert der Ge> samtverlust an Holzfanz auf rund 3 700000 Festmeter. Ein Zehntel des gesamten Anfalls an Brennholz wird unseren Feinden zufallen. An diesem Verlust sind in erster Linie die waldreichen Provinzen Westvreuhen mit 1,4 Millionen und Posen mit 1,7 Millionen