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namentlich die der „OsmoLratie nouvellö". entfalten bereits beträchtliche Tätigkeit, die Parteien im Lande selbst haben sich, ähnlich wie die Presse, noch nicht ganz klar gegeneinander konsolidiert. Die alten freiheitlichen Zentrumsmänner haben bereits Anfang Februar die „iünon populmre röpubliLains" gebildet, neben den alten fortschrittlichen Liberalen, die jetzt als „äemoerates" auftauchen, stehen die raciicaux-sc>Lia1istes um Blumenthal, die sich, falls eine Verständigung der i)nic»n povulaire einerseits und der Demokraten andrerseits mit den Sozialisten, die die Tagesordnung des Pariser Sozialistenkongresses abgelehnt, am Oberrhein aber dennoch den Bürgerlichen scharfen Kampf angesagt haben, fehlschlägt, möglicherweise, trotzdem sich die Demokraten an Blumenthal stoßen, mit diesen einigen werden. Alle elsaß-lothringischen Parteien aber, auch die anfänglich ablehnenden Sozialisten, sind ausgesprochene Regionallsten, kein Kandidat, der sich nicht zu strikter Wahrung der heimischen, man sagt sogar, patriotischen Interessen verpflichtet, hat Aussicht auf irgendwelchen Erfolg. Das haben sich die Franzosen allerdings anders vorgestellt. Menenius
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Deutschunterricht und Deutschkunde. Aus die beiden ersten Hefte, die der deutsche Germanistenverband in einer vom Studienanstaltsdirektor Dr. Bojunga herausgegebenen Sammlung von Arbeiten über Zeilfragen des deutschen Unterrichts auf den höheren Schulen') veröffentlicht hat und die ich seinerzeit an dieser Stelle angezeigt habe, sind nunmehr drei neue Hefte gefolgt. In Heft 3 handelt Professor Dr. Oskar Weise in sehr anregender und belehrender Weise, von deutscher Heimat und Stammesart im Unterricht an höhereu Schulen, indem er Zunächst in einer Einleitung die Eigenart des deutschen Volkes charakterisiert, wie sie uns in der Geschichte, so vor allem bei Tacitus. ferner in französischen und deutschen Zeugnissen, in deutschen Dichtungen und im deutschen Sprichwort entgegentritt. Alle diese Quellen zeigen, daß das Wollen und Denken unseres Volkes vom Gefühl bestimmt wird, in dem die deutsche Frömmigkeit, das sittliche Pflichtgefühl, die deutsche Treue, aber auch die deutsche Poesie und Musik wurzeln. Neben dein Gemütsreichtum steht die Willenskraft, die sich als Tapferkeit und als Zähigkeit und Ausdauer äußern. Dazu kommt auf geistigem Gebiet eine tiefbohrende Gründlichkeit, die besonders auf dem Gebiete der Philosophie hervortritt und die uns den Titel des Volkes der Dichter und Denker eingebracht hat. Aber die deutsche Eigenart zeigt dabei auch Fehler dieser Tugendeil' dahin sind zu rechnen das Hängen an Besonderheiten und die Neigung zur Absonderung in kleineren, Kreisen (Kastengeist), Mangel au Selbstvertrauen und Überschätzung alles Fremden, Vernachlässigung der Form auf den verschiedensten Gebieten, starrköpfige Rechthaberei. Hang zum Zweifeln und Haar» spalten usw. Aber alles in allem kann man P. Lorentz zustimmen, der in einer Prograuunabhandlunq des Gymnasiums zu Sorau im Jahre 1M0 über die deutsche, Eigenart zusammenfassend sagte: „Führt das Wollen, das nicht immer cm rasches ist, zur Tatkraft, so das innige Empfinden zum Sinnen, zum Betrachten, zum Snmuen. In der innigsten Verknüpfung beider gleich stark vorhandenen Seelen- richtungen ist die Eigentümlichkeit germanischen. Wesens beschlossen." — ^n der eigentlichen Ausführung zeigt dann Weise, wie sich die deutsche Elgeuart m den einzelnen deutscheu Volksstämmen, so bei den Vaiern und Alemannen, Franken und Thüringern, Sachsen und Friesen wieder in verschiedener. Art offenbart und
-) Berlin W57, Otto Salle.