Des Großen Generalstabes Erben
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amerikanischen Stahllieferungen abhängig, und als die Vereinigten Staaten 1917 ein Siohlausfuhrverbot erließen, das vornehmlich gegen Japan gerichtet war, kam dieses Land in eine reckt üble Lage, Inzwischen aber haben die Japaner Vorkchiung>n getroffn, um sich unter Ausbeutung von Erzlagern im Jangtsetal und in Korea eine nationale Stahlindustrie zu schaffen und in ihrem Schiffbau vom Ausland unabhängig zu werden. So ist gar nicht abzusehen, welchen Zielen die sehr großzügig und geschickt geleitete japanische Schiffahrtspolitik in Zukunft noch zustreben wird. Sobald sie genügend auf eigenen Füßen steht, ist es sehr leicht möglich, daß auch eine japanische Monroe-Schiffahrts-Doklrin für Ostasien in Frage kommen wird. Ausdrücklich zu verkünden braucht Japan einen solchen Grundsatz kaum; mit seinen billigen Frachttarifen und seiner finanziellen Macht kann Japan vermutlich schon in wenigen Jahren eine Art von japanischer Navigationsakte faltisch verwirklichen, ohne der Welt feierliche Mitteilung von dieiem seinen Willen zu machen.
Jedenfalls wird von 1919 an das Bild der Weltschiffahrt ein wesentlich anderes Gesicht zeigen als vor 1914, und dieses Bild dürfte von Jahr zu Jahr fremdartigere Züge annehmen. Die Zeit der unbedingten europäischen bzw. britischen Vorherrschaft zur See ist anscheinend für immer dahin; Amerika tritt als gleichberechtigter Faktor, Japan als zumindest sehr beachtenswerter und gefährlicher Konkurrent auf den Plan. In den amerikanischen und ostasiatischen Meeren, vielleicht aber auch anderswo, wird der Kamps um das „ruls tlre xvaves" schließlich viel schärfere Formen als jemals in früheren Zeiten annehmen, und politisch-kriegerische Konflikte als Folge davon sind auf die Dauer Wohl nur schwer oder gar nicht zu vermeiden.
Englands Stellung in der Welt aber mag politisch durch den Krieg noch gewaltiger geworden sein; wirtschaftlich ist sie empfindlich geschwächt worden — und kaum auf irgend einem Gebiet stärker und nachhalliger geschwächt worden als in der Beherrschung des Seehcmdcls. Die offen oder verhüllt künftig voraussichtlich geltende Monroe°Schiffahrts> Doktrin wird vermutlich eine neue Epoche der Wltschiffahrt einleiten, die mit der europäischen Vormachtstellung zur See Sndgültig aufräumen wird. England hat zwar das Ziel erreicht, um dessentwillen es den Krieg enttesselte: die völlige „Niederboxung" des deutschen Konkurrenten; aber besser ist seine wirtschaftliche Stellung dennoch ganz und gar nicht geworden — im Gegenteil I Es befindet sich heut durchaus in der Lage des Herkules, der der lernäischen Hydra den Kopf abgeschlagen hat, der nun aber mit Schrecken wahrnehmen muß, daß an der Stelle des abgehauenen deutschen Kopfes zwei neue, eiu am, litauischer und ein japanischer, von viel größerer Gefährlichkeit hervorgewachsm sind.
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Des Großen Generalstabes Grben
von Dr. Max von Szczepanfki
er deutsche Große Generalstab und alle anderen ähnlichen Forum-- tionen werden aufgelöst und dürfen unter keiner Gestatt neu gebildet werden.
So ist im Artikel 160 des Friedensvertrages zu lesen und, wie aus den Tagesblättern zu entnehmen, mit der Hinrichtung des s also Verurteilten bereits begonnen worden. Dennoch dürfte es an der Zeit sein, dieser aufzulösenden Einrichtung eine Art ehrenden s zu widmen als vielmehr, sich zu fragen, wie nach Zerstörung des 1 die inneren Werte, welche dem deutschen Generalstab eigen waren,, und erhalten bleiben.
Grenzboten III 191S
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