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ruug — eine solche wird ja bereits durch Reuter augekündigt — jede wirtschaftliche Schikane in Deutschland trifft Amerikas Handel, der nur wirtschaftlich leistungs- und zahlungsfähige Deutsche gebrauchen kann. Dann aber sind für den Augenblick alle Äußerungen über außenpolitische Bestrebungen nur geeignet, die geradezu haarsträubende deutsche Uneinigkeit im Inneren zu vergrößern. Diese aber müssen zu allererst verschwinden. Das heißt nicht außenpolitisch oder weltwirtschaftlich abdanken, sondern lediglich, zunächst die unumgänglich notwendige Basis für eine gesuude und zielstrebige Außenpolitik schaffen. Daß eine solche ohne einen in den Grundfragen geschlossen stehenden Volkswillen nicht möglich ist, dürften die Ereignisse der letzten vierzehn Tage auch den heißblütigsten Gewaltpolitikern bewiesen haben. Zur Einheit aber gehört zunächst der Wille zur Einheit. Solange große geschlossene Massen unseres Volkes einander Schurken,' Hallunken und Verbrecher nennen, und von der Berechtigung dieser Benennung tief innerlich überzeugt sind, ist keine Einheit und damit keine Außenpolitik möglich. Ein Auslcmdsfr.eund sagte nur einmal: „Wann immer ich einen Deutschen nach andern Deutschen gefragt habe, immer hat er, auch wenn andere Ausländer zugegen waren, über diese andern zunächst mal weidlich geschimpft-" Das muß aufhören. Es wäre aber schon viel gewonnen, wenn die gegenseitige Verhetzung aufhörte. Die Einsicht muß allgemein werden, daß politische Ansichten an sich nichts Verbrecherisches, sondern, vielleicht nicht immer erfreuliche, aber jedenfalls natürlich sich ergebende Produkte des bestehenden und gewordenen Staats- und Gesellschaftslebens sind, und daß jeder einzelne zu seinem Teile in steter Alltagsarbeit dazu beizutragen vermag, daß die Grundlagen dieses Gesellschaftslebens den natürlichen Anforderungen der Zeit möglichst reibungslos entsprechen. Wirken durch Beispiel ist heilsamer als Schimpfen und Höhnen. Restlos angenehm wird das Leben in den nächsten Jahren für niemanden in Deutschland sein, wir werden es nur ertragen, wenn wir unter das Vergangene energisch einen Strich zu ziehen vermögen und auf den durch den Friedensvertrag nun einmal gebotenen Grundbedingungen des Lebens neu aufbauen. Und das müßte doch ein kurioser Vertrag sein, der ein in sich geschlossenes Volk, das zum Leben entschlossen ist, völlig einschnüren könntel Nach innen die Versöhnungshand, nach außen die Arbeitsfaust uud die kleinen Hausmittelchen der Politik, die Fliischchen, Pflaster und Pülverchen zum Feuster hinaus, mehr Natur und weniger Geschäftigkeit, mehr ruhiges Wachsenlassen als theoriegeborenes Hofmeistern, mehr Bauern und weniger Intellektuelle, so kann Deutschland wieder gesunden. Menemus
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Worte englischer Minister im Original nebst deutscher Übersetzung, herausgegeben von Eugen Fischer. Verlag Hans Robert Engelmann, Berlin. Preis geh. 2 M. Zur rechten Zeit wird uns diese Sammlung von Aussprüchen der führenden Männer Englands im Kriege vorgelegt, die sie heute, wenn Sinn nicht zum Unsinn werden soll, in seiger, widerwärtiger Weise Lügen strafen. — Zur Erinnerung. —
Einst hörten wir aus Lloyd Georges Munde, daß eine Vernichtung oder Spaltung Deutschlands oder des deutschen Volkes nie das .Kriegsziel Englands gewesen sei, daß es durchaus nicht sein Wunsch oder seine Absicht sei, die große Stellung, die Deutschland vor dem Kriege in der Welt einnahm, in Frage zu stellen oder zu vernichten. England kämpfe auch nicht, um Österreich-Ungarn zu zerstören oder die Türkei ihrer Hauptstadt oder ihrer reichen, berühmten-Besitzungen in Klein-Asien und Thrazien zu berauben. Es bestehe auch kein Anspruch