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Verantwortlich: Cc»rl Georg Vvuns
Nr. 1Z
Schriftleitung: Vromberg, Weltzienplatz 1«!
Fernruf Nr. 321
4. Juni 1919
Inhalt: Glossen — Materialien zur ostdeutschen Frage: Die Modalitäten der Abstimmung nach den Friedensbedingungen der EiUente. Der Polnische Anspruch auf Lauenburg und Bütow. Der Zusammenschluß der Ostmark — Aus den deutschen Volksräten — Pressestimmen: 1. Polnische Presse. 2. Ausländische Presse.
Glossen zum Tage
Was verstehen die Polen unter Selbstbestimmungsrecht der Völker? Das Recht, selbst zu bestimmen, was aus den Völkern werden soll, die polnischer Chauvinismus für sich beansprucht.
Welches Land nennen die Polen unzweifelhaft polnisch? Alles Land, für das auch nur der kleinste Zweifel besteht, ob nicht unter der Bevölkerung etwa ein Pole ist.
Die Friedcnsbedingungen sind ein Kompromiß. Aber ein Kompromiß, der dadurch zustande gekommen ist, daß schließlich jeder in den Vertragscntwus das hineingeschrieben hat, was er von Deutschland haben will.
Die Entente weiß recht wohl, daß die Polen keine staatenbildenden Fähigkeiten haben, aber das ist es ja gerade, es soll eben in Europa keine lebenskraftigen Staaten mehr geben.
Warum soll Dcmzig eine freie Stadt werden? Weil bei Einbeziehung Danzigs selbst die Polen nicht bestreiten können, daß Westpreutzen unzweifelhaft deutsch ist.
Materialien zur ostdeutschen Frage
Die Modalitäten der Abstimmung nach den Friedensbedingungen der Entente
Nach Abschnitt 9 der Fiiedeni'forderungen der Entente sollen in großen Teileil Ostprenßens sowie in den Kreisen Stuhm und Rosenbcrg und in den öillich der Nogat gelegenen Teilen des Kreises Marienburg sowie des Kreises Marienwerder die Einwohner in einer Volksabstimmung ihrem Willen, ob sie zum deutschen Reich oder zu Polen gehören wollen, Ausdruck geben. Da es von
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