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Mitteilungen der Deutschen Volksräte Posens und Westpreußens, Nr. 12
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161
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Mitteilungen

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Verantwortlich: Carl Georg Bruns

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Schriflleitung: Bromberg, Weltzienplatz I">

Fernruf Nr. 321

28. Mai 1919

Inhalt: Materialien zur ostdeutschen Frage: DieFreie Stadt Danzig" imFriedenS"- vorschlag der Entente. Denkschrift der Vereinigten Volksräie der Kreise Birnbaum, Bomst, Meseritz, Neutomischel und Schwerin. Polnische Beweislunst Aus den deutschen Volksräien Pressestimmen: 1. Deutsche Presse. 2. Polnische Presse Kleine Nachrichten.

Materialien zur ostdeutschen Frage

DieFreie Htadt Danzig" imHriedens"vorschlag

der Entente

Danzig soll nach dem Plan der Entente eine freie Stadt werden. Bilder aus aller deutscher Vergangenheit steigen auf, mittelalterliche Städteherrlichkeit, deutsche Hanse, kraftvolles deutsches Bürgertum. Vielleicht hat die Entente darauf spekuliert, aber sie hat, ganz abgesehen von der deutschen Gesinnung des Danzigers, von dessen gesunder Einsicht doch eine allzu geringe Vorstellung gehabt. Das klarste Bild, welche Stellung Danzig nach dem Willen der Entente künftig haben soll, ergibt der Wortlaut der Friedensbedingungen, der nachfolgend wieder­gegeben wird:

Abschnitt XI. Freie Stadt Danzig. Artikel 100.

Deutschland verzichtet zugunsten der alliierten und assozierten Hauptmächte auf alle Rechte und Ansprüche auf das Gebiet, das von den nachstehend an­gegebenen Grenzen umschlossen ist:

von der Ostsee in südlicher Richtung bis zu dein Pnnkte, an dem die Hauptschiffahrtswege der Nogat und der Weichsel zusammentreffen;

die ostpreußische Grenze, wie sie im Artikel 28 des II. Teiles (Grenzen Deutschlands) des gegenwärtigen Vertrages beschrieben ist;

von dort den Hauptschiffahrtsweg der Weichsel talwärts bis zu einein Punkt, der ungefähr 6V2 Kilometer nördlich der Dirschaucr Brücke liegt;

von dort in nordwestlicher Richtung bis zur Höhe 6, die IV2 Kilometer südöstlich der .Kirche vou Güttland liegt:

eine im Gelände festzulegende Linie;

von dort in westlicher Nichiung bis zu dem Vorsprung, der durch die Grenze des Kreises Berent 8> z Kilometer nordöstlich von Schöneck gebildet wird;

eine im Gelände festzulegende Linie, die zwischen Mühlbanz im Süden und Nambellsch im Norden verläuft;

von dort in westlicher Nichlung die Grenze des Kreises Verent bis zu der Einbuchtung, die diese 6 Kilometer nordwestlich vou Schöncck bildet;

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